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Tipps zum Kauf von Kinder-Tennis-Schuhen

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Bob Bonkowski Bob Bonkowski

Bob Bonkowski: „Regelmäßig kontrollieren“

Der alte Grundsatz „der Fuß braucht einen Daumenbreit Platz“ gilt für den „Foot Trainer“ Bob Bonkowski noch immer. Dazu nennt der Fachmann vier Regeln, die beim Kauf von Tennis-Schuhen für Kinder beachtet werden sollten.

Herr Bonkowski, worauf sollte beim Kauf von Kinder-Tennis-Schuhen geachtet werden?

Bob Bonkowski: Ich empfehle, auf folgende vier Regeln zu achten:

Regel 1:

Man nimmt den ausgesuchten Schuh, stellt ihn neben den Fuß und kontrolliert, ob die Schuhform zum Fußkonzept passt, d.h. ist der Schuh für den Fuß breit genug oder zu schmal? Ist der Schuh von der Zehbox her zu rund oder zu spitz? Hier sieht man, ob der Schuh für den jeweiligen Schuhtyp in Frage kommt oder nicht.

Regel 2:

Man nimmt die Originaleinlegesohlen aus den Schuhen raus, legt sie auf den Boden und stellt sich mit beiden Füßen auf die Sohle drauf. Hier ist zu beachten, dass man mit der Ferse bündig ansteht und vorne ein Daumenbreit Platz vor dem großen Zeh ist.

Regel 3:

Den Schuh zwischen beide Handflächen nehmen, gegeneinander drücken und darauf achten, dass sich der Schuh in dem vorderen Viertel bzw. beim Quergewölbe des Fußes ohne großartigen Widerstand biegen lässt. Ein Schuh, der sich sehr schwer bzw. gar nicht biegen lässt, ist nicht empfehlenswert. Ein zu steifer Schuh ist die Ursache für viele Fußprobleme (z.B. Fußermüdung).

Ebenso ein Schuh, der sich nur in der Mitte biegen lässt, zeigt schlechte Qualität an.

Regel 4:

Immer darauf achten, dass der Schuh gut gedämpft ist, z.B. sollte sich kein gepresstes Papier/Karton unter der Einlegesohle befinden. Dies bedeutet eine billige Produktion der Schuhe. (Diese Regeln gelten übrigens auch beim Kauf der meisten Erwachsenenschuhe)

Woran erkennt man, dass ein Kind neue Schuhe oder eine andere Größe braucht?

Bob Bonkowski: Ein Kind würde niemals den Eltern sagen, dass ein Schuh zu klein ist. Meistens erst, wenn Schmerzen auftreten. Wichtig ist, darauf zu achten, regelmäßig die Füße der Kinder zu kontrollieren. Hier gilt wieder das Prinzip, ein Daumenbreit Platz, aber nicht weniger als der kleine Finger. Wichtig: Jeder Kinderfuß wächst unterschiedlich schnell, z.B. langsam und ständig oder in Schubphasen schnell. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, um Probleme zu vermeiden.

Was kann passieren, wenn Kinder beim Tennis die falschen Schuhe tragen?

Bob Bonkowski: 1. Wenn der Schuh zu steif ist, wird es anstrengend, sich zu bewegen. Es entstehen Ermüdungsprobleme, die Leistung und die Elastizität lässt nach.

2. Wenn der Schuh in der Breite oder der Zehbox zu schmal ist, entstehen Hornhaut bzw. Blasen, im schlimmsten Fall kann ein Überbein entstehen.

3. Wenn der Schuh in der Länge zu klein ist, können eine Nagelentzündung, ein blauer Nagel, Gelenkverkrümmung bzw. ein Hammerzeh entstehen.

Leider werden viele Schuhe nach Marken (z.B. weil Lieblingsspieler) gekauft, aber nicht nach der Passform.

Herr Bonkowski, herzlichen Dank für das Gespräch.

 

Ein Beitrag aus der Schwerpunkt-Ausgabe „Kinder – Jugend - Familie“ (06/2014) der DTZ – Deutsche Tennis Zeitung.

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Letzte Änderung amDienstag, 02 Dezember 2014 11:19

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