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Neuss ist heiss auf die 1.Bundesliga

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Die Herren des TC Blau-Weiss Neuss am vorletzten Zweitligaspieltag auf heimischer Anlage gegen BW Berlin in der Formation (v.l.n.r.) hinten stehend mit Mannschaftsarzt Alois Teuber, Kevin Deden, Mate Valkusz, Niels Lootsma, Botic van der Zandschulp, Maxime Janvier, Pressereferent Simon Skaliks; und vorne mit TeamCoach Marius Zay, Sascha Klör, Clinton Thompson und Bernabe Zapata Miralles. Die Herren des TC Blau-Weiss Neuss am vorletzten Zweitligaspieltag auf heimischer Anlage gegen BW Berlin in der Formation (v.l.n.r.) hinten stehend mit Mannschaftsarzt Alois Teuber, Kevin Deden, Mate Valkusz, Niels Lootsma, Botic van der Zandschulp, Maxime Janvier, Pressereferent Simon Skaliks; und vorne mit TeamCoach Marius Zay, Sascha Klör, Clinton Thompson und Bernabe Zapata Miralles. Quelle: Molt

Mit einer Bilanz von 16:0 Punkten und einem starken Teamspirit wurde der TC Blau-Weiss Neuss Meister der 2.Bundesliga Nord. Nach den Meisterfete sprachen wir mit dem aktuellen Teamchef Marius Zay und seinem Vorgänger Dietmar Skaliks, der uns vertretungsweise aufgrund des Urlaubs vom Vorstand und Herrn Zay zuerst Rede und Antwort stand, über die abgelaufene und zukünftige Spielzeit gesprochen.

DTZ: Erst einmal Glückwunsch zum Meistertitel in der 2.Liga. Wie sahen die Feierlichkeiten nach dem Aufstieg aus?
Zay: Wir hatten früh das Saisonziel oben mitzuspielen ausgegeben. Der Aufstieg war trotzdem nicht wirklich vorhersehbar. Wir waren daher heilfroh und haben am vorletzten Spieltag ausgiebig gefeiert.

Skaliks: Es wurde auf dem Platz noch eine große Flasche Schampus geöffnet, die Aufstiegstrikots verteilt und anschließend wurde im Clubhaus gegessen und gefeiert bis 22 Uhr. Dann ging es nach Düsseldorf. Dort ging es richtig ab.

DTZ: Was hat das Neusser Team in dieser Spielzeit so stark gemacht?
Zay: Für uns stand es der Teamgeist an erster Stelle. Jeder sollte für jeden eintreten. Man sollte sich gegenseitig helfen. Auch das Umfeld aus Helfern, Mitgliedern und der Vereinsjugend sollte dies mitbekommen. Das war der ausschlaggebende Punkt. Viele unserer Spieler, die an den Spieltagen nicht vor Ort waren, haben sich per Livescore informiert oder bei uns gemeldet, da sie wissen wollten, wie es steht.
Skaliks: Den Zusammenhalt im Team konnte man sehen. Die Truppe war gerne zusammen. Nach dem Spiel waren es oftmals zwei bis drei Stunden. Das war schön zu sehen. Dies zeigt, das es im Team stimmt. Ich habe Verständnis, wenn sie direkt abreisen, aber hier war das nicht so. Der Mannschaftsgeist und wie unsere Kapitäne damit umgangen sind war vorteilhaft. Wir haben oft darauf hingewiesen, welche Tradition der Club hat.


Haben Sie bei der Teamzusammenstellung früh auf den Faktor Identifikation gesetzt?

Zay: Wir haben recht früh unsere Spieler verpflichtet, als sie noch weit weg von den aktuellen Ranglistenpositionen waren. Wir hatten dort ein glückliches Händchen gehabt. Unser Ziel war es ein Team zusammenzustellen, das menschlich und sportlich passen könnte. Ich wollte keine Mannschaft aufstellen, die über irgendwelche Spielervermittler ging, wie es in anderen Vereinen gemacht wird.


Welche Spieler haben sie in der Spielzeit positiv überrascht?
Skaliks: Es wäre unfair einen Spieler herauszuheben. Frederik Nielsen hat den Mannschaftsgeist gefördert und konnte sportlich glänzen (Bilanz: 8:2). Aber auch Hans Podlipnik-Castillo (6:0), Julien Cagnina (7:1) haben eine tolle Bilanz. Das sind alles Spieler die BL- Spielen mithalten können.

Zay: Unsere Trainer Kevin Deden und Clinton Thomson haben ein unglaubliches Back-up gegeben. Mit 5:0 hat Kevin Deden eine tolle Bilanz. Er hatte eine unglaublich kurze Vorbereitung für die Bundesligasaison. Wir, dass Trainerteam und ich, hatten die Unsicherheit, wie gut man selber spielt. Aber das lief schon ganz gut.

Cagnina hat noch vier Turniere parallel zur Spielzeit gewonnen. Während der Bundesligasaison ist er noch besser geworden. Dieser Spirit hat ihm geholfen. Aber auch Frederik, den ich seit 2005 kenne und mit dem ich sehr gut befreundet, hat viel für das Team getan. Er war der stille Leader im Hintergrund. Wir hätten ihn gerne die gesamte Saison dabei gehabt. In der Umkleide und an den freien Tagen hat er mit vielen Spielern, vor allem den Jungen, gesprochen. Hans (Podlipnik-Castillo/Anm. Red) und er sind die Teambuilder.

 

Welche Lehren haben Sie aus dem letzt jährigen Abstiegssaison gezogen, damit ihr Team nicht nur für eine Saison in der Liga bleibt?
Skaliks: Im letzten Jahr sind einfach einige Sponsoren abgesprungen. Da kann man Marius (Zay/ Anm. Red.) keine Schuld geben. Wenn der Etat zu eng ist, wird es schwierig. Money makes the world go round. Wenn sie zwischen 150.000-200.000 zur Verfügung haben, bin ich mir sicher, das sie in der Liga bleiben. Unter 150.000 wird es knapp.

Zay: Es war letztes Jahr eine schwierige Saison. In der Mannschaft wollten wir uns wehren und die Klasse halten. Ich wusste, das wird mit den finanziellen Möglichkeiten nur schwer möglich. Wir wollten uns diese Spielzeit wehren und wieder nach oben. Für uns war die Organisation eines Bundesligateams ganz neu. Letztes Jahr waren wir noch jung und unerfahren. Jetzt haben wir aber einen Riesenschritt gemacht und viel dazu gelernt. Diese Erfahrung ist extrem wichtig.
Die erste Liga ist der Wahnsinn. Mit einer konstanten Mannschaftsleistung kann man etwas erreichen. Natürlich gehört das Glück auf dazu. Wir wollen kompakt aufgestellt sein.

Also nach Vorbild von Weinheim?

Zay: Im Vorfeld der Saison hatte ich Weilheim als sehr gefährlich wahrgenommen. Ich finde es cool, dass sie es so sicher gepackt haben. Sie haben ihr Ding gemacht.

Wie sieht es wirtschaftlich aus? Gab es bereits Gespräche mit Sponsoren?

Zay: Nach dem letzten Spiel sind wir alle erst einmal in den Urlaub gefahren. Bislang haben wir schon ein bis zwei Gespräche mit unseren wichtigsten Sponsoren geführt. Sie wollen uns weiter unterstützen. Demnächst wollen wir die Stadt und Politik einladen und früh die Sicherheit bekommen, dass wir in die erste Liga gehen können. Wollen tun wir es sowieso. Wenn man einen Betrag von 150.000 Euro zusammenbekommt, wäre es eine Hausnummer.

Kann das Team der Saison gehalten werden, stehen bereits Zu- und Abgänge fest?

Zay: Ich habe noch von keinen gehört, dass er nicht dabei ist. Es wäre cool, wenn wir ein starkes junges Team aufzubauen. Wir wollen das jetzige Team so behalten und ergänzen. Ich denke, dass wir den ein oder anderen Spieler noch brauchen. Vielleicht haben wir ein so großes Team, dass ich nicht mehr spielen muss. Das wird mit der gesamten Organisation vor und am Spieltag sonst extrem schwierig.

 

Die Tabellen der zweiten Liga sowie einen ausführlichen Rückblick auf die erste Liga mit Stimmen der beteiligten Teams lesen Sie in der DTZ-Ausgabe 10/17.

 

 

 

Letzte Änderung amFreitag, 18 August 2017 12:20

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