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Der rebellische Aufsteiger

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Zum Start unserer Interviewreihe schauen wir auf den Aufsteiger des TC Weinheim. Im DTZ-Interview verrät Teamchef Frank Wintermantel warum die Tennisanlage an der Bergstraße wieder zur Festung werden soll und was den Weinheimer Teamspirit so besonders macht.

 

Herr Wintermantel, wie groß ist die Vorfreude vor der ersten Erstligasaison bei Ihnen und im Verein?

Wintermantel: Die Vorfreude ist extrem groß. Da ich selber noch spiele, bin ich nah am Team dran. Die meisten von uns haben noch nie in der ersten Liga gespielt. Das wird ein Highlight. Vor vier Jahren haben wir noch in der Regionalliga gespielt.

Der Respekt der Konkurrenz ist gewaltig! Wollen sie den etablierten Teams das Fürchten lehren?

Wintermantel: Das Gefühl habe ich auch und es freut uns natürlich, das wir mit Respekt wahrgenommen werden. Die Meldeliste sagt nicht so viel aus. Sie haben gemerkt, das wir auch letztes Jahr auf dem Papier nicht der Favorit waren. Gerade zuhause haben wir mit unserem Zusammenhalt einiges bewegt. (Letztes Jahr war der TCW zu Hause eine Macht! In der 2.Bundesliga gewann man alle vier Heimspiele und siegte dreimal mit 6:3- Anm. Red.)  Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Wir wollen nicht nur ein Jahr in der Liga sein, sondern die Klasse halten, dazulernen und im zweiten oder dritten Jahr diese Dinge dann besser machen.

Könnte die Tennisanlage an der Bergstraße die uneinnehmbare Festung wie im Vorjahr werden?

Wintermantel: Uneinnehmbar wäre zu hoch gegriffen, da wir mit Gladbach und Halle zwei starke Gegner haben und auch um die Qualität Aachens und Krefelds wissen. Wir wollen die nötigen Siege daheim holen. Es haben einige letztes Jahr erfahren, das wir uns auf der Anlage wohlfühlen und die Stimmung sehr gut ist. Der Spielplan gibt einiges her. Man weiß zum Beispiel nicht, wie Krefeld am Ende der Saison aufstellt.

Ist es als Aufsteiger in diesem Jahr noch schwieriger geworden sich in der Liga zu halten, da alle Bundesligsten mit Topteams aufwarten?

Wintermantel: Wir gehen mit Euphorie ins erste Heimspiel gegen Aachen. Womöglich ist dies schon ein Schlüsselspiel. Wir müssen schauen wer in der zweiten Woche verfügbar ist. Sicherlich wird dann auch etwas Glück nötig sein. An einem Spieltag können viele Dinge zusammen kommen. Man muss es einfach abwerten.

Mit Bedene, Millmann, Vanni stehen gleich drei erfahrene Recken auf der Setzliste auf den Positionen eins bis drei. Soll diese Turnier- und Ligaerfahrung der Schlüssel zum Erfolg sein? 

Wintermantel: Bis auf Aljaz Bedene hatte ich persönlichen Kontakt zu den Jungs. Ich weiß genau wie unsere Spieler ticken und merke schnell, ob sie Bock auf den Verein haben. Als Teammanager und Spieler bin ich nah am Team dran. So haben wir beispielsweise einige junge College-Spieler in den letzten Jahren geholt. Für uns ist nicht entscheidend ob ein Spieler auf 30 oder 300 steht, wir werden als Team kämpfen und hundert Prozent geben. In den letzten Jahren sind wir in fast allen Fällen gut damit gefahren.

 Wie muss man sich diesen Teamspirit vorstellen?

Wintermantel: Wir deutsche Spieler sind auch privat miteinander befreundet. Ich bin seit neun Jahren hier im Club. Wir alle haben die ganze Entwicklung von Anfang an miterlebt. Der Aufstieg aus der Regionalliga war schon extrem aufregend. Wir haben uns als Team in den letzten Jahren extrem gesteigert. Dabei waren wir auch kein Team, wo ein Sponsor uns Geld für Topspieler gegeben hat, wie es bei anderen Vereinen üblich ist. Wir haben es quasi selbst ermöglicht und mit unseren Möglichkeiten geschafft.

In dieser Spielzeit wird es nur einen Absteiger geben! Ist es ein Vorteil für ihr Team?

Wintermantel: Wir sehen die Ligazusammensetzung als Vor- und Nachteil. Der Vorteil ist, dass wir die Topleute bei uns auf der Anlage sehen werden. Wir können damit Werbung machen und die Zuschauer auf unsere Anlage holen. Sportlich kann es auch ein Nachteil werden. Die Mannschaften müssen auch alle an Bord haben. Wer weiß, was die Gegner gerade gegen Ende machen. Da könnte unsere Chance liegen. Wir müssen am Saisonende ein Team hinter uns lassen!

Wer ist ihr Favorit auf die Meisterschaft?

Wintermantel: Die Krefelder haben eine extrem gute Mannschaft. Ich sehe auch Gladbach wieder ganz vorne. Aber auch Halle und Kurhaus Aachen könnten es dieses Jahr schaffen. Unser Nachbar aus Mannheim ist natürlich auch immer im Kreis der Favoriten. Es muss für den Meister am Ende einfach viel gepasst haben und das Quäntchen Glück dazukommen.


 

Morgen blicken wir zum TK Blau-Weiss Aachen. Teamchef Marc Zander erläutert, warum der Abstiegskampf in diesem Jahr noch spannender wird. Alle weiteren Informationen rund um den Bundesligastart mit allen Kadern finden Sie in der neuen Ausgabe der Deutschen Tennis Zeitung 06/17. 

 

Letzte Änderung amMittwoch, 28 Juni 2017 12:44

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