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Neues aus der Tenniswelt

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Diskussionen ums Stadion

Mit einem starken Partner an der Seite will der Hamburger Club an der Alster auf seinem Gelände am Hamburger Rothenbaum ein modernes Stadion erstellen und eine Sport Akademie einrichten. Bei einer Pressekonferenz stellte der Traditionsclub eine langfristig angelegte Kooperation mit dem Versicherungsunternehmen Allianz vor. Zum einen soll auf dem Vereinsgelände – anstelle des bisherigen, sanierungsbedürftigen Tennisstadions - ein 7500 Zuschauer fassendes Stadion mit dem Namen „Allianz Court“ entstehen, in dem auch weiterhin das ATP-Turnier der Herren stattfinden kann.

Die Kooperation umfasst außerdem die Förderung des Leistungs-und Nachwuchssports. Der Club-Vorsitzende Thomas Wiedermann: „Mit der Allianz haben wir einen Partner gefunden, der unsere Idee eines modernen und zukunftsorientierten Sportclubs für unsere Mitglieder unterstützt. Wir glauben gemeinsam an die Sportstadt Hamburg. Mit dem ‚Allianz Court‘ soll eine Heimat für unsere Mannschaften und weitere Hamburger Top-Teams geschaffen werden.“ Die neue „Allianz Sport Akademie‘ mit Schwerpunkt in den Sportarten Tennis und Hockey soll in die neue Arena integriert und jungen Leistungssportlern einen idealen Mix an Trainingsmöglichkeiten und Ausbildung bieten.

Wann mit den Um- und Neubauten begonnen werden kann, ist allerdings noch nicht absehbar, einen konkreten Zeitplan gibt es bisher nicht. Dies gilt insbesondere, als der Deutsche Tennis Bund (DTB), der seine Geschäftsstelle in der Anlage hat, nun auch auf seine Nutzungsrechte hingewiesen hat. In einer  Pressemitteilung des DTB heißt es hierzu:

„Der Deutsche Tennis Bund wird auch künftig von seinem Nutzungsrecht für das Tennisstadion am Hamburger Rothenbaum Gebrauch machen. Die in den vergangenen Wochen erneut öffentlich diskutierten Umbaupläne des Club an der Alster wären nur dann umsetzbar, wenn gleichzeitig sämtliche Interessen des DTB gewahrt würden. Dies wäre nach den bisher veröffentlichten Planungen jedoch nicht der Fall. Der DTB geht deshalb von einer langfristigen Nutzung des Stadions und der Büroräume an der Hallerstraße aus – nach dem derzeitigen Stand bis zum Jahr 2049. Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes, bezieht im Folgenden Stellung. 

DTB-Präsident Ulrich Klaus über…

… die Interessen des Deutschen Tennis Bundes auf der Anlage am Hamburger Rothenbaum:

„Der Deutsche Tennis Bund verfügt über die Nutzungsrechte für das Stadion in Hamburg bis Ende 2049. Diese stellen neben den infrastrukturellen Anforderungen für die Ausrichtung eines ATP 500er-Events einen wesentlichen Teil der DTB-Interessen auf der Anlage am Rothenbaum dar. Die kostenfreie Nutzung der Büroräume für die Geschäftsstelle sowie Einnahmen durch Vermietungen sind für den Verband essentiell.“

… die Umbaupläne des Club an der Alster:

„Grundsätzlich steht der Deutsche Tennis Bund Neuerungen auf der Anlage am Hamburger Rothenbaum nach wie vor positiv gegenüber. Wir sind bereit, mit dem Club an der Alster dazu partnerschaftlich Lösungen zu erörtern. Bei der Umsetzung müssen jedoch sämtliche Interessen des Verbandes gewahrt werden. Zudem muss sichergestellt sein, dass etwaige Veränderungen den DTB weder wirtschaftlich noch organisatorisch schlechter dastehen lassen dürften als in der aktuellen Situation. Klar ist: Ohne die Zustimmung des Deutschen Tennis Bundes wird es keinen Abriss des Stadions geben.“

… die Zukunft des ATP 500er-Turniers in Hamburg nach 2018:

„Über die Gestaltung des Turnierkalenders ab 2019 und die Lizenzvergabe entscheidet die ATP voraussichtlich im Sommer dieses Jahres. Der Deutsche Tennis Bund plant derzeit auch über das Jahr 2018 hinaus mit der Ausrichtung eines ATP500er-Events. Wer das Turnier ab 2019 veranstalten wird, ist noch offen. Der DTB befindet sich mit unterschiedlichen Interessenten – auch mit dem aktuellen Veranstalter, der Hamburg Sports & Entertainment GmbH und Turnierdirektor Michael Stich – in vertraulichen Gesprächen.“

 

3:2 - Deutschland bleibt erstklassig

Geschafft - das deutsche Fed-Cup-Team bleibt erstklassig! Julia Görges' hartumkämpfter 6:4, 6:4-Sieg gegen Lesia Tsurenko bedeutete den dritten Punkt für Deutschland und die vorzeitige Entscheidung in der Relegationspartie gegen die Ukraine in Stuttgart. Mit 3:1 lag die Mannschaft von Barbara Rittner bereits vor dem Doppel uneinholbar in Führung. Zum Schluss der Begegnung unterlagen Carina Witthöft und Laura Siegemund den Ukrainerinnen Nadiia Kichenok/Olga Savchuk mit 4:6, 6:4, 6:10. 3:2 für Deutschland lautete also der Endstand - und damit spielt die Mannschaft von Barbara Rittner auch nächstes Jahr in der Fed-Cup-Weltgruppe. 

Nachdem Angelique Kerber im ersten Match des Tages eine Niederlage gegen Elina Svitolina eingesteckt hatte, wurde "Jule" Görges zur Matchwinnerin. Obwohl sie sichtlich nervös in die Partie ging und auch in jedem Satz zunächst zurücklag, kämpfte sie sich immer zurück und drehte das Spiel zu ihren Gunsten. 

Das deutsche Fed-Cup-Team gehört damit weiterhin zu den acht besten Nationen der Welt. "Ich bin unglaublich froh und stolz, zu dieser Mannschaft zu gehören," sagte die sichtlich mitgenommene Julia Görges nach ihrem entscheidenden Punkt. Und fügte selbstbewusst hinzu: "Wir gehören in die Weltgruppe. Dieser Erfolg ist natürlich einen Erleichterung, aber auch eine Bestätigung, dass wir eine Menge Qualität in diesem Team haben."

Und auch Teamchefin Barbara Rittner war in ihrem Fazit "rundum zufrieden". Denn ihre Mannschaft gehört damit auf jeden Fall weiterhin zur "obersten Liga" des Wettbewerbs - unabhängig davon, ob im Zuge einer derzeit diskutierten Fed-Cup-Reform im nächsten Jahr tatsächlich eine Erweiterung der Weltgruppe auf 16 Mannschaften umgesetzt wird. "Wir haben eine tolle Partie gewonnen und gehen positiv ins Jahr 2018." 


Angie verliert

Entscheidung vertagt - Angelique Kerber gelang es in der Stuttgarter Porsche Arena nicht, den entscheidenden dritten Punkt für das deutsche Team zu holen. Gegen die ukrainische Nummer eins, Elina Svitolina, verlor Angie 4:6, 2:6 - damit steht es 2:1 in der Fed-Cup-Relegationspartie Deutschland - Ukraine. 

"Sie hat heute sehr gut gespielt und wenig Fehler gemacht. In den wichtigen Momenten hat sie die Punkte gemacht und ich habe mein Tennis nicht durchgespielt," analysierte die Weltranglisten-Erste anschließend das Match gegen die Nummer 13 der Weltrangliste, die ihr damit bereits zum vierten Mal hintereinander eine Niederlage beibrachte. Trotzdem war sie von ihrer eigenen Leistung keinesfalls enttäuscht: "Ich glaube, ich habe heute ein gutes Match gespielt. Es lag nur an zwei, drei Bällen, die das Spiel entschieden haben."  Und auch, was den Fed Cup anging, zeigte sie sich optimistisch: "Ich bin guter Dinge. Ich hoffe, dass die Jule das jetzt zu Ende bringt."

Im letzten Einzel tritt Juilia Görges gegen Lesia Tsurenko an.

 

 

Fed Cup: Deutschland führt 2:0

Ein Auftakttag nach Maß! Das deutsche Fed-Cup-Team führt gegen die Ukraine mit 2:0 und hat sich damit eine sehr gute Ausgangsposition für den zweiten Tag der Relegationspartie geschaffen. Nur noch ein Punkt fehlt der Mannschaft von Barbara Rittner, um den Verbleib in der Weltgruppe zu sichern.

Nach dem Sieg von Julia Görges gegen Elina Svitolina machte die Weltranglistenerste Angelique Kerber im zweiten Match "kurzen Prozess" mir Lesia Tsurenko. Nur 69 Minuten brauchte die Kielerin in der Porsche Arena, um das klare 6:1, 6:4 gegen die Nummer 43 der Weltrangliste einzufahren. Doch trotz aller Erleichterung über die 2:0-Führung warnte Teamchefin Barbara Rittner davor, sich jetzt schon allzu sicher über den Gesamtsieg zu sein: "Morgen sind noch drei Punkte zu vergeben. Gegen so eine Mannschaft darfst Du keine Minute leichtsinnig sein."

 

Görges macht den ersten Punkt

Mit einer starken Leistung hat Julia Görges ihr Auftaktmatch in der Relegationspartie gegen die Ukraine in Stuttgart gewonnen. Mit 4:6, 6:1, 6:4 bezwang sie die Weltranglisten.13 Elina Svitiolina und brachte so das deutsche Fed-Cup-Team mit 1:0 in Führung.

Dabei war der Start durchaus holprig gewesen. Spürbar nervös gab die 28-Jährige den ersten Satz nach einer 3:1-Führung noch aus der Hand. "Ich war sehr emotional," erklärte sie anschließend. "Fed Cup ist einfach ein anderes Gefühl. Ich bin selten nervös vor einem Match, aber heute war ich nervös."

Doch im zweiten Satz hatte sich "Jule" gefangen und setzte die Ukrainerin mit ihrem aggressiven Spiel unter Druck. Auch ein Sturz zu Beginn des dritten Satzes brachte sie nicht mehr aus dem Rhythmus und so konnte Görges nach 2:02 Stunden Spielzeit ihren ersten Matchball verwandeln. "Es wr ein besonderes Match. Ich bin sehr, sehr stolz, den ersten Punkt für Deutschland gemacht zu haben," kommentierte die glückliche Siegerin anschließend.

 

Mit Kerber gegen die Ukraine

Angelique Kerber, Laura Siegemund, Julia Görges und Carina Witthöft – das ist die Besetzung, mit der die deutsche Fed-Cup-Mannschaft am 22. und 23. April in Stuttgart bei Relegationspartie gegen die Ukraine antreten wird. „Ich bin natürlich besonders glücklich über Angies Rückkehr ins Team. Sie hatte mir bereits direkt nach ihrer Absage für die Partie in Hawaii versichert, bei dieser Begegnung wieder zur Verfügung zu stehen. Sie freut sich auf den Fed Cup und wird gegen die Ukraine als Nummer eins ein enorm wichtiger Rückhalt für uns sein“, sagte Teamchefin Barbara Rittner bei der Nominierungs-Pressekonferenz.

Laura Siegemund, die in der vergangenen Woche beim WTA-Turnier in Charleston das Halbfinale erreichte, wird nach der Niederlage im Februar gegen die USA zum zweiten Mal zur Mannschaft gehören. „Laura hat nach einigen sportlich schwierigen Monaten endlich zu ihrer Form zurückgefunden. Sie wird in ihrer Heimat Stuttgart, in jener Halle, in der sie im letzten Jahr beim Porsche Tennis Grand Prix sensationell das Endspiel erreichte, besonders motiviert sein“, prognostiziert Rittner.

Neben Kerber und Siegemund soll Julia Görges bei der Play Off-Begegnung gegen die Ukraine eine entscheidende Rolle spielen. Rittner: „Jule agiert in diesem Jahr bislang wesentlich konstanter als in der vergangenen Saison. Sie ist auf dem Weg zurück in die Top 30 der Weltrangliste. Durch ihre Erfahrung sowohl im Einzel als auch im Doppel ist sie für uns eine extrem wichtige Spielerin.“

Als Nummer vier nominierte Teamchefin Rittner die Hamburgerin Carina Witthöft, die sich ihre zweite Berufung ins deutsche Fed Cup-Team vor allem durch eine überzeugende Premiere im Februar verdient hat. „Carina kam damals zwar nur zu einem Kurzeinsatz im Doppel, hat sich aber fantastisch ins Team integriert und uns allen großen Spaß bereitet“, begründet Rittner ihre Entscheidung.

Übertragen werden die Begegnungen sowohl vom Streaming-Dienst DAZN als auch teilweise im Fernsehen beim Südwestrundfunk (SWR). Der Rechteinhaber DAZN, der alle Matches vom ersten bis zum letzten Ballwechsel live zeigt, hat sich für die Partie gegen die Ukraine mit dem SWR auf eine Sublizensierung geeinigt. So wird der SWR am Samstag von 13.45 Uhr bis 16.00 Uhr und am Sonntag von 10.45 Uhr bis 13.00 Uhr aus Stuttgart übertragen. Spielbeginn ist am Samstag um 12.00 Uhr und am Sonntag um 11.00 Uhr.

Tickets gibt es online bei Easy Ticket und unter Rufnummer 0711 2 555 555.

 

Alexander Zverev auf Rang 18

Nur eine Woche nach dem Aus im Daviscup gegen Belgien hat Alexander Zverev wieder seine Klasse gezeigt und geann nach St. Petersburg 2016 den zweiten Turniersieg seiner Karriere. Der 19-Jährige besiegte im Endspiel des ATP 250er Events von Montpellier den Franzosen Richard Gasquet 7:6 (7:4), 6:3. Dank des Erfolges verbesserte sich der Hamburger um drei Plätze in der Weltrangliste und wird mit Position 18 so hoch geführt wie nie zuvor. Zudem holte er sich mit seinem Bruder Mischa auch noch den Titel im Doppel. „Es war eine tolle Woche hier. Richard spielt immer stark hier, es war nicht einfach heute", sagte der Sieger nach seinem Erfolg.

Zverev beeindruckte in den knapp 1:30 Stunden Spielzeit mit einer enorm fokussierten und konzentrierten Leistung. Ihm gelangen 32 Winner, darunter acht Asse. Wenn der erste Aufschlag im Feld landete, punktete er zu 81 Prozent – einer der Schlüssel zu seinem Finalsieg. Nach Jeremy Chardy im Viertelfinale und Jo-Wilfried Tsonga in der Vorschlussrunde feierte Zverev gegen Gasquet seinen dritten Erfolg über einen französischen Gegner in Folge. Für den Turniersieg erhält die deutsche Nummer eins 85.945 Euro Preisgeld.

Zverevs doppelte Krönung folgte im Anschluss an seinen Einzelsieg: Gemeinsam mit seinem Bruder Mischa siegte er auch im Doppel gegen das französisch-kanadische Duo Fabrice Martin und Daniel Nestor 6:4, 6:7, 10:7. Dementsprechend stolz und glücklich zeigte sich Mischa Zverev, der ältere der beiden Brüder: „Die ganze Woche war nicht einfach, besonders nach der emotionalen Daviscup Niederlage in Frankfurt. Aber jedes einzelne Match hat uns geholfen, unser Selbstvertrauen wiederzugewinnen. Ich bin selber ein wenig überrascht, wie Sascha es nach drei harten Daviscup- Spielen geschafft hat, körperlich und mental fit zu bleiben und so lange Partien zu absolvieren. Und unser erster gemeinsamer ATP-Doppeltitel ist natürlich definitiv etwas Besonderes und Unvergessliches!“

 

 

 

Zweiter Tag: Zverev-Brüder verlieren Marathon-Doppel

Es sollte die perfekte Geschichte sein: Mischa und Alexander Zverev – das erste Bruder-Paar, das in der Geschichte des deutschen Davis Cups gemeinsam im Doppel auf dem Platz steht. Sie hatten nach der Niederlage von Philipp Kohlschreiber im ersten Einzel gegen Steve Darcis und dem anschließenden Sieg von Alexander Zverev gegen Arthur De Greef am Samstagmittag im Doppel die Chance, Schwarz-Rot-Gold mit 2:1 in Führung zu bringen.

Doch vom Beginn der Begegnung  an zeigten sich die Belgier, in Person von Ruben Bemelmans und Joris De Loore, hellwach. Konzentriert agierten die Gäste in der mit 4000 Zuschauern gut besuchten Frankfurter Fraport Arena. Der Lohn: Ein 6:3 für das belgische Gespann im ersten Durchgang. „Man hat am Anfang gesehen, dass die beiden öfter zusammen spielen und wir hatten ein paar Probleme“, erklärte Alexander Zverev nach dem Match.

In der Folge fingen sich die Gebrüder Zverev zwar ein wenig, doch weiterhin streuten sich zu viele leichtsinnige Fehler bei den beiden Hamburgern ein. Zwar spielten auch Bemelmans und De Loore nicht mehr so effektiv wie im ersten Satz, dennoch konnten sie ihre Führung mit dem Gewinn des Tiebreaks ausbauen und auf 2:0 Sätze erhöhen. Die Premiere des  Zverev-Doppels drohte ein Debakel zu werden. „Die Gegner haben beide sehr gut aufgeschlagen und Bemelmans auch stark retourniert“, zollte Alexander den Kontrahenten Respekt.

Angetrieben vom heimischen Publikum kamen die beiden Deutschen in Satz drei jedoch wieder zurück. Der junge Sascha fungierte nun als Motivator und pushte sich und seinen Bruder voran. Die positiven Emotionen taten dem Spiel der Brüder gut und sorgten dafür, dass sie mit 6:4 den Anschluss schafften. Als dann auch Durchgang Nummer vier an das Gespann von Teamchef Michael Kohlmann ging, schien die Partie auf die deutsche Seite zu kippen.

Doch nachdem Zverev/Zverev im entscheidenden Fünften beim Stand von 2:2 die Break-Chancen nicht nutzten, gingen anschließend die beiden Belgier mit 4:2 in Front und entschieden die Partie nach 3:13 Stunden mit 6:3, 7:6, 4:6, 4:6, 6:3 für sich. „Vielleicht ist es noch schlimmer, wenn man drei Sätze in Folge verliert, aber verloren ist verloren“, so ein enttäuschter Mischa Zverev.

Komplett verloren ist jedoch noch lange nichts an diesem Davis-Cup-Wochenende. Am morgigen Sonntag stehen die beiden entscheidenden Einzel auf dem Programm, in denen das deutsche Team noch den Gesamt-Sieg holen kann.

 

1:1: Zverev gleicht souverän aus

Nach der Überraschungsniederlage von Philipp Kohlschreiber gegen Steve Darcis im ersten Einzel der Davis-Cup-Begegnung gegen Belgien war die deutsche Nummer eins, Alexander Zverev, gegen die Nummer 143 der Welt, Arthur De Greef unter Zugzwang. Ein Sieg war zwingend notwendig, um nicht beim Stand von 0:2 mit dem Rücken zur Wand zu stehen.

Doch der 19-jährige Hamburger lies von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass es am Ende des Tages 1:1-Unentschieden stehen sollte. Mit seinem gewohnt wuchtigen Aufschlag (insgesamt 17 Asse) und aggressiven Grundlinien-Schlägen bestimmte „Sascha“ das Geschehen auf dem Platz. Die Fans in der Fraport Arena sahen, wie der Gegner De Greef zwar fightete, letztendlich gegen den in allen Belangen überlegenen Zverev aber kaum ein Mittel fand.

Die deutsche Nummer 22 der Weltrangliste zog konstant sein druckvolles Spiel durch, tauchte immer wieder am Netz an und beendete die Ballwechsel häufig mit sehenswerten Winnern. Am Ende stand ein ungefährdetes 6:3, 6:3, 6:4 zu Gunsten des jungen Deutschen zu Buche.

Von großer Euphorie über seinen ersten Davis-Cup-Sieg war nach dem Match bei Alexander Zverev allerdings keine Spur: „Es ist schon schön, ja, aber wir haben noch zwei schwere Tage vor uns. Unser Ziel ist es, die gesamte Partie zu gewinnen.“ Den ersten Schritt dazu könnten Zverev und seine Team-Kammeraden bereits am Samstag im Doppel machen.

 

0:1: Kohlschreiber stolpert zum Auftakt

Zu erwarten war dieser Start für das deutsche Team in der Davis-Cup-Partie gegen Belgien sicher nicht. Nachdem der Gegner ohne seine Nummer eins, David Goffin, angereist war und Deutschland seine beiden Top-Akteure Alexander Zverev und Philipp Kohlschreiber in Frankfurt  präsentieren konnte, durfte man die Mannschaft von Teamchef Michael Kohlmann zu Beginn des Wochenendes als Favoriten bezeichnen. Dass ein Erfolg gegen die Belgier allerdings nicht zum Selbstläufer werden würde, bemerkten die rund 4300 Zuschauer in der nahezu ausverkauften Fraport Arena schnell.

Die Auftaktbegegnung zwischen Routinier Philipp Kohlschreiber und Steve Darcis verlief aus deutscher Sicht nämlich alles andere als planmäßig. Kohlschreiber wirkte nicht ganz wach und kam mit den zahlreichen Slice-Schlägen seines Kontrahenten zunächst überhaupt nicht klar. „Ich war im ersten Satz ziemlich nervös“, gab Kohlschreiber bei der anschließenden Pressekonferenz zu. Demzufolge ging ein ernüchtertes Raunen durch die Halle, als der erste Durchgang mit 6:4 an den Belgier ging.

Doch Kohlschreiber reagierte auf das Spiel von Darcis und steigerte sich mit zunehmender Spieldauer. Die Sätze zwei und drei dominierte der Augsburger und entschied diese mit 6:3 und 6:2 für sich. Es folgte jedoch die erneute Wende in Satz vier, als „Kohli“ den Gegner mit einigen leichtsinnigen Fehlern zurück in die Partie brachte und letztendlich im Tiebreak das Nachsehen hatte.

Im entscheidenden Fünften sah zunächst alles danach aus, als könnte Kohlschreiber das Match dann doch noch souverän nach Hause bringen. Mit 3:0 und 4:2 führte der 33-jährige Deutsche, als Darcis erneut die Wende gelang. „Ich hab es heute einfach nicht geschafft, die Chancen zu Ende zu bringen. Das war so ein Match, in dem der Wurm drin ist“, so Kohlschreiber. In der Schlussphase des Matches wechselte die Führung dann ständig, ehe der Belgier Steve Darcis nach 3:50 Stunden die Partie zu seinen Gunsten beenden konnte und die Gäste mit einem knappen 6:4, 3:6, 2:6, 7:6, 7:6-Erfolg mit 1:0 in Führungen brachte.

 

Berrer holt zum Abschluss den DM-Titel

Zum Ende seiner Karriere hat sich der 36-jährige Michael Berrer den Titel bei den Deutschen Meisterschaften in Biberach geholt. Nachdem der geborene Stuttgarter im Turnierverlauf bis zum Endspiel keinen Satz abgegeben hatte, verlangte ihm sein Final-Konkurrent Maximilian Marterer alles ab. In einem spannenden Match, das von krachenden Aufschlägen und intensiven Ballwechseln geprägt war ging am Ende Michael Berrer mit einem 6:7, 6:4, 6:3-Erfolg als Sieger vom Platz. "Es ist ein Traum, hier in der Heimat vor den Augen meiner Familie in meinem letzten offiziellen Match den Titel zu gewinnen. Ich bin sehr dankbar für die ganze Unterstützung, die ich über die Jahre vom Württembergischen Tennis-Bund erhalten habe. ich gehe mit einem lachenden Auge und freue mich auf die Zukunft", freute sich der zweifache Familienvater riesig und hatte zusätzlich auch viel Lob für seinen 21-jährigen Gegner Maximilian Marterer übrig: "Ich bin begeistert von seiner Spielweise, er wird noch für Furore sorgen".

In der Damen-Konkurrenz gelang der Hamburgerin Carina Witthöft im dritten Anlauf endlich der Turniersieg. Nachdem die 21 Jahre junge Spielerin des Porsche Teams Deutschland in den beiden vergangenen Jahren jeweils im Finale scheiterte, durfte sie nun nach einem harten Endspiel-Fight den Siegerpokal in die Höhe strecken. Sie gewann das Finale mit 6:7, 7:6, 6:3 gegen Laura Schaeder aus Heilbronn. "Endlich hat es mit dem Titel geklappt", so die glückliche Siegerin Carina Witthöft nach dem Match.

Zwischen den Finalspielen der Damen und Herren wurde im WTB-Stützpunkt in Biberach das Finale der Herren-Rollstuhlkonkurrenz ausgetragen. Hier war es der erfahrene Berliner Steffen Sommerfeld, der gegen den aufstrebenden Youngster Antony Dittmar nichts anbrennen ließ und souverän mit 6:0, 6:3 seinen dritten DM-Titel in Folge gewann.

 

Ticket-Aktion zum Porsche Tennis Grand Prix

Markus Günthardt hat von seiner Dienstreise zu den WTA-Finals in Singapur viele positive Erkenntnisse mitgebracht. „Das Damentennis ist nach wie vor sehr attraktiv“, sagt der Turnierdirektor des Porsche Tennis Grand Prix. „Die Leistungsdichte an der Weltspitze ist enorm. Da tut sich was. Jede kann gegen jede gewinnen. Angelique Kerber ist die Nummer eins, die Königin, doch da sind viele, die an ihrem Thron rütteln werden.“
Spannende Matches mit spektakulären Ballwechseln sind also garantiert, wenn der Porsche Tennis Grand Prix mit Angelique Kerber als Titelverteidigerin vom 22. bis 30. April 2017 seine 40. Auflage erlebt.
Wer sich seine Wunschtickets schon im Rahmen der traditionellen Weihnachtsaktion sichert, gehört in jedem Fall zu den Gewinnern: Auf alle zwischen dem 1. und 26. Dezember gekauften Hauptrundentickets gibt es nicht nur freien Eintritt ins Stuttgarter Porsche-Museum, sondern auch noch einen Weihnachtsbonus von 10 Prozent.
Erhältlich sind die Aktionstickets beim Easy Ticket Service unter der Telefonnummer 0711 2555555 oder im Internet unter www.easyticket.de.
Markus Günthardt verspricht seinen Zuschauern schon jetzt absolutes Weltklassetennis. Bei der Frage, welche der acht Top-Spielerinnen, die in Singapur um den Masters-Titel kämpften, 2017 auch in Stuttgart aufschlagen werden, muss er nicht lange überlegen: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie alle bei uns spielen werden. Die meisten Stars kommen ja schon seit Jahren nach Stuttgart, und wer einmal bei uns war, kommt gerne wieder.“

 

Die Jugend trifft sich in Essen

Vom 23. bis 27. November 2016 findet im Essener Tenniszentrum die 42. Ausgabe der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften (DJHM) statt. Wie in jedem Jahr messen sich dort die besten Juniorinnen und Junioren Deutschlands in verschiedenen Altersklassen. Die unter 18-Jährigen spielen auf Hartplätzen, während die Altersklassen U16 und U14 auf Teppich um Punkte kämpfen.

Wer von den Nachwuchsspielern sich am Ende die heißbegehrten Siegerpokale im Einzel und Doppel sichern kann, entscheidet sich am Final-Sonntag. Im vergangenen Jahr gingen die Titel an Katharina Hobgarski, Tim Sandkaulen (beide U18), Lara Schmidt, Niklas Schell (beide U16), Isabella Pfennig und Justin Schlageter (beide U14).

Wer sich bereits jetzt einen Überblick über die möglichen Teilnehmer verschaffen will, sollte einen Blick auf die erst kürzlich veröffentlichten Zulassungslisten werfen:

http://www.dtb-tennis.de/Jugend-und-Foerderung/Deutsche-Jugendmeisterschaften/DJHM/Turnierinformationen

 

 

Davis Cup in Frankfurt

Die deutsche Davis-Cup-Mannschaft wird das Heimspiel vom 3. bis zum 5. Februar 2017 gegen Belgien in Frankfurt am Main bestreiten. Veranstaltungsort für die Erstrundenbegegnung in der Weltgruppe ist wie zuletzt in den Jahren 2014 und 2015 die Fraport Arena, die für diese Partie ein Fassungsvermögen von 5.000 Zuschauern hat. Gespielt wird auf einem Hartplatz, der dem bei den zuvor stattfindenden Australian Open ähnlich ist. Der Ticketverkauf beginnt ab sofort, bis zum 17. November gilt ein Frühbucherrabatt.

„Frankfurt ist eine tennisbegeisterte Stadt, das haben wir bei unseren beiden Heimspielen gegen Spanien und Frankreich erlebt. Damals waren die Eintrittskarten schnell vergriffen, daher sollte man nicht zu lange zögern. Gegen den Davis-Cup-Finalisten des vergangenen Jahres ist Spitzentennis garantiert“, kommentierte DTB-Präsident Ulrich Klaus.

Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann sieht dem Auftritt seiner Mannschaft in Frankfurt optimistisch entgegen: „Wir haben in der Fraport Arena in den letzten Jahren sehr gut gespielt, Spanien geschlagen und gegen Frankreich nur knapp verloren. Die Belgier mit David Goffin an der Spitze sind ein schwerer Gegner, aber wenn wir unsere beste Leistung abrufen, dann haben wir sicherlich Chancen auf einen Sieg. Unser erklärtes Ziel ist es, das Davis-Cup-Viertelfinale zu erreichen.“

Eintrittskarten für die Davis-Cup-Begegnung Deutschland gegen Belgien (3. bis 5. Februar 2017) sind ab sofort über tickethall.de, adticket.de, die AD ticket-Telefonhotline 0180 6050400 sowie an allen Vorverkaufsstellen und im AD ticket Shop in der Frankfurter Kaiserstraße erhältlich. Tageskarten gibt es ab 20,- Euro, Dauerkarten sind ab 70,- Euro zu haben.

Schnell sein lohnt sich: Bis zum 17. November gilt auf alle Normalpreise in den Kategorien 1-3 ein  Frühbucherrabatt von 10 Prozent. 

 

Die Fraport Arena in Frankfurt. Copyright: Paul Zimmer

 

Sharapova: Sperre reduziert

Maria Sharapova kann ab 26. April 2017 wieder auf die WTA-Tour zurückkehren. Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab in Lausanne bekannt, dass die Sperre der russischen Spielerin wegen Meldonium-Missbrauchs von zwei Jahren auf 15 Monate reduziert wird.  

In der Begründung heißt es, das Sharapova „gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen hat. Obwohl es kein schwerwiegender Fehler war, trägt sie eine Teilschuld, wofür eine Sperre von 15 Monaten angemessen ist." Der Weltverband ITF habe den veränderten Status der Substanz nicht klar genug kommuniziert. Darüber hinaus wurde die Tatsache, dass Sharapova direkt die Verantwortung übernommen hatte, zu ihren Gunsten gewertet. 

Damit ist die 29-Jährige am 26. April 2017 wieder spielberechtigt, ursprünglich wäre dies erst am 25. Januar 2018 gewesen. Die frühere Weltranglisten-Erste war am 26. 1. 2016 bei den Australian Open positiv auf Meldonium getestet worden, das seit  Jahresbeginn 2016 auf der Dopingliste steht. Die Russin hatte dies Anfang März öffentlich gemacht und war im Juni von der ITF rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden. Gegen diese Entscheidung hatte sie Einspruch eingelegt, da sie von dem Verbot nichts gewusst habe und das Mittel seit rund zehn Jahre einnehme.  

Nach der Reduzierung der Sperre schrieb Sharapova auf ihrer Homepage: „Ich zähle die Tage, bis ich auf den Platz zurückkehren kann."

Maria Sharapova kann nächstes Jahr rund vier Wochen vor den French Open auf die WTA-Tour zurückkehren. Copyright: Zimmer

 

Zverev feiert Titel-Premiere

Der erst 19-jährige Alexander Zverev hat sich seinen ersten Titel auf der ATP-Tour gesichert. Bei dem mit insgesamt 986 380 US-Dollar dotierten Hallen-Hartplatz-Event im russischen St. Petersburg überzeugte der junge Deutsche während des gesamten Turnierverlaufs und lieferte sich am Ende einen spannenden Final-Fight gegen den amtierenden US-Open-Gewinner Stan Wawrinka (SUI). Nachdem Zverev den ersten Satz mit 6:2 gewonnen hatte und Durchgang zwei mit 3:6 abgeben musste, lag der gebürtige Hamburger im Entscheidungssatz bereits mit 0:3 hinten, ehe er eine famose Aufholjagd startete und letztendlich mit 7:5 für die Entscheidung sorgte. Bereits in den Matches zuvor hatte „Sascha“ sein unglaublich großes Potenzial unter Beweis gestellt, indem er große Namen wie Mikhail Youzhny oder Tomas Berdych aus dem Turnier warf.

Mit 19 Jahren und 158 Tagen ist Alexander Zverev der jüngste Titelträger auf der Tour seit dem Kroaten Marin Cilic im Jahr 2008. Doch nicht nur das: Neben dem Siegerpreisgeld von 163 485 US-Dollar nimmt der 1,98 Meter große Rechtshänder 250 Punkte für die Weltrangliste mit nach Hause. Dort befindet er sich mittlerweile auf Rang 24.

Alexander Zverev hat seinen ersten ATP-Titel gewonnen. Copyright: Zimmer

 

Kerber: US Open-Champion und neue Nummer eins

Die Highlights für Angelique Kerber finden in dieser Saison einfach kein Ende. Sieg bei den Australian Open im Januar, Finale in Wimbledon, die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Rio und jetzt das:

Nachdem die 28-jährige Deutsche ihr Halbfinal-Match bei den US Open gegen die Dänin Caroline Wozniaki mit 6:4, 6:3 gewinnen konnte und die amtierende Weltranglisten-Erste, Serena Williams, gegen Karolina Pliskova (CZE) den Kürzeren zog, war bereits vor dem Enspiel der US Open klar: „Angie“ ist die neue Nummer eins der Welt. Sie ist neben Steffi Graf die einzige deutsche Tennisspielerin, der bislang der Sprung an die Spitze der Weltrangliste gelang.

Dass die Kielerin einer bisher grandiosen Saison im Endspiel im Arthur Ashe Stadium gegen die 24-jährige Überraschungsfinalistin Pliskova die Krone aufsetzte, sorgte nicht nur in Deutschland für einen wahren Hype. Der Weg dorthin war allerdings ein hartes Stück Arbeit. Ihre tschechische Gegnerin verlangte Kerber in einem 2:07 Stunden-Krimi alles ab und zwang die Deutsche dazu, ihr bestes Tennis zu spielen. Doch Kerber, mit der Erfahrung bereits in zwei Grand-Slam-Finals gestanden zu haben, behielt in den entscheidenden Situationen die Nerven und sicherte sich am Ende mit 6:3, 4:6, 6:4 den Titel.

Nun, nach der Veröffentlichung der neuen Weltrangliste am heutigen Montag, steht Angie Kerbers Sprung an die Spitze der Weltrangliste auch auf dem Papier fest. Erfreulich ist der Triumph von Angelique Kerber auch für die das deutsche Tennis. Insgesamt 1,14 Millionen Menschen sahen das Endspiel auf Eurosport, was ein Zeichen ist, dass die Sportart in Deutschland wieder eine höhere Beachtung findet.


Angelique Kerber ist die neue Nummer eins der Welt. Copyright: Hasenkopf


Davis-Cup-Team nominiert

Philipp Kohlschreiber (ATP Einzel 26), Florian Mayer (ATP Einzel 58), Jan-Lennard Struff (ATP Einzel 78) und Daniel Brands (ATP Einzel 153) – das ist das Team, das Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann für die Relegationspartie in der Weltgruppe gegen Polen vom 16. bis 18. September in Berlin benannt hat.  

„Ich freue mich sehr, mit meiner Mannschaft erstmals auf dem traditionsreichen Center Court am Berliner Hundekehlesee zu spielen. Diese Partie gegen Polen ist eine große Herausforderung für uns und ich bin sicher, dass unsere Spieler höchst motiviert sein werden“, so Kohlmann wenige Tage vor der insgesamt 29. Davis-Cup-Partie auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß Berlin. Angeführt wird das Team von Philipp Kohlschreiber, der bei den US Open noch aufgrund der Folgen einer Stressfraktur im Fuß in der ersten  Runde aufgeben musste.  Michael Kohlmann: „Mit seiner Präsenz ist Philipp Kohlschreiber für uns alle ein unerhört wertvoller Spieler. Dank seiner großen Davis-Cup-Routine ist er für mich auf und außerhalb des Platzes eine wichtige Unterstützung.“

Alexander Zverev (ATP 28) hatte für die Partie abgesagt – Gründe dafür seien der Terminplan und der Belagwechsel (von Hardcourt auf Sand), hatte Michael Kohlmann am Rande der US Open mitgeteilt. Auch Dustin Brown hatte dem DTB-Teamchef eine Absage erteilt. Er hatte erklärt, er fühle sich nach seiner Verletzung von Rio noch nicht fit genug für drei Gewinnsätze. 

Polen tritt ohne seinen Spitzenspieler Jerzy Janowicz  in Berlin an. Daher führt Kamil Majchrzak (ATP Einzel 305) das Team an, zu dem außerdem Hubert Hurkacz (ATP Einzel 338), Lukasz Kubot (ATP Doppel 24) und Marcin Matkowski (ATP Doppel 33) gehören.

Alle Matches der Begegnung werden live bei tennis.de, ran.de/tennis sowie Sportdeutschland.TV übertragen. Die Sendezeiten sind Freitag ab 10.30 Uhr, Samstag ab 12.45 Uhr und Sonntag ab 10.45 Uhr. Moderator ist Matthias Killing, kommentieren wird Matthias Stach. Tickets für die Partie gibt es bei AD Ticket und Tickethall. Ein Überblick über alle Kartenangebote ist unter dtb-tennis.de/tickets zu finden.

Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann. Copyright: Paul Zimmer

 

Gladbach holt Meistertitel

Der Gladbacher HTC hat sich in der 1. Tennis-Point Bundesliga die Meisterschaft gesichert und löste damit den TC Blau-Weiß Halle als amtierenden Titelträger ab. Am letzten Spieltag der Saison kam es auf der Anlage des GHTC zum großen Showdown zwischen dem Tabellenführer aus Gladbach und dem Zweitplatzierten Team von Kurhaus Lambertz Aachen. Souverän untermauerte die Gladbacher Mannschaft von Kapitän Henrik Schmidt und Trainer Patrice Hopfe ihre Favoritenstellung und besiegte den Verfolger mit 5:1. Bereits nach den Einzel-Matches, in denen Marton Fucsovics (HUN), Aleksandr Nedovyesov (KAZ), Daniel Gimeno-Traver (ESP) und Adrian Menendez (ESP) die Zähler für den GHTC einfahren konnten, war der Gesamtsieg in trockenen Tüchern.

Aufgrund der äußerst engen Tabellensituation landeten die Aachener in der Abschlusstabelle sogar noch hinter den punktgleichen Vereinen aus Düsseldorf und Mannheim (alle 13:5 Punkte) aus Rang vier.

Den bitteren Weg in die zweite Liga müssen der TC Bruckmühl-Feldkirchen (4:14 Punkte) und der abgeschlagene TC Blau-Weiss Neuss antreten.

Der Gladbacher THC ist Deutscher Meister. Copyright: Molt

 

Kerber gewinnt Silber

Die deutsche Nummer eins, Angelique Kerber, hat beim Damen-Tennisturnier der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro die Silber-Medaille gewonnen. Nachdem sich die Kielerin auf ihrem Weg ins Finale souverän präsentiert hatte, ging sie gegen die Nummer 34 der Weltrangliste, Monica Puig aus Puerto Rico, als Favoritin ins Endspiel. Ihre 22-jährige Gegnerin, die im Laufe des Turniers unter anderem die Deutsche Laura Siegemund und die beiden Top-Ten-Spielerinnen Garbine Muguruza (ESP) und Petra Kvitova (CZE) ausschaltete, entpuppte sich als die große Überraschung.

Trotz ihrer Außenseiterrolle spielte Puig im Finale wie entfesselt. Den ersten Satz holte sie sich mit 6:4. Angelique Kerber hingegen schien Probleme zu haben, auf das druckvolle Spiel ihrer Kontrahentin Zugriff zu finden und musste sich zudem im Anschluss an den ersten Durchgang am Rücken behandeln lassen.

Doch die Australian Open Gewinnerin kämpfte und entschied Satz Nummer zwei mit 6:4 für sich. Die Zeichen standen nun auf Sieg und die deutschen Fans konnten sich wieder große Hoffnungen auf die erste Gold-Medaille seit Steffi Grafs Triumph im Jahr 1988 in Seoul machen.

Doch Monica Puig ließ Kerber im dritten Durchgang keine Chance mehr. Nach 2:09 Stunden musste sich die Deutsche schließlich mit 4:6, 6:4, 1:6 geschlagen geben und sich mit der Silber-Medaille zufrieden geben.

Bronze gewann die Tschechin Petra Kvitova, die im Spiel um Rang drei mit 7:5, 2:6, 6:2 über die US-Amerikanerin Madison Keys erfolgreich war.

Angelique Kerber bei der Siegerehrung. Copyright: Paul Zimmer

 

Fortbilden beim DTB Tenniskongress

Wenn der Internationale DTB Tenniskongress vom 6. bis zum 8. Januar 2017 findet in Berlin der Internationale DTB Tenniskongress statt Die Veranstaltung im Hotel Estrel ist eine der herausragenden Tennistrainerfortbildungen in Europa und kann mit zahlreichen praxisorientierten Beiträgen von nationalen und internationalen Topreferenten sowie weiteren Highlights aufwarten. Dazu gehören unter anderem die Vorstellung der Lernplattform „DTB Online Campus“ und des Analysesystems „playsight“. Spannend: Erstmals wird parallel zum Tenniskongress ein Elternseminar stattfinden. Außerdem wurde der Ausstellerbereich vergrößert und ist für Gäste kostenfrei zugänglich.

„Beim Internationalen DTB Tenniskongress treffen sich hochkarätige Tennisexperten und alle an den neuesten Trends im Tennis interessierten Tennistrainer. Das beinhaltet Themen für Vereine, Tennisschulbetreiber und Trainer im Leistungstennis“, sagt Bundestrainer und Ausbildungsleiter Hans-Peter Born.

Im Zentrum der drei Kongresstage stehen die Themen „Kinder, Schule, Verein“ sowie „Technik, Taktik, Kondition und Coaching im Spitzentennis“. Die Fachbeiträge decken alle Facetten des Tennissports ab, vom Kindergarten bis in die Weltspitze. Zu den Referenten zählen unter anderem Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner, Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann, Bundestrainer Hans-Peter Born, Swiss-Tennis-Coach Beni Linder, Mentaltrainer Alberto Castellani und der frühere Tennisprofi und Coach Claudio Pistolesi. In mehreren Expertentalks – moderiert von Matthias Stach – haben die teilnehmenden C-, B- und A-Trainer die Möglichkeit, eigene Fragen loszuwerden.

À propos Fragen: Davon haben insbesondere Eltern junger Tennistalente einige! Was muss ich tun, damit mein Kind im Tennis erfolgreich ist? Woran erkenne ich, ob der Trainer einen guten Job macht? Wie viel Training ist notwendig? Ab welchem Alter sollte man im Bereich Athletik arbeiten? Die Antworten darauf will das Seminar „Elterncoaching“ geben, das parallel zum Spitzentenniskomplex seine Premiere feiert und separat buchbar ist.

Mit Frühbucherrabatt (bis 30. September) kostet die Teilnahme am Internationalen DTB Tenniskongress 225 Euro, der reguläre Preis beträgt 250 Euro. Premium-Mitglieder von mybigpoint bezahlen durchgehend den Frühbucherpreis. Alle Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebestätigung, die als Lizenzverlängerung gilt.

Das Elternseminar ist separat buchbar, die Teilnahmegebühr beläuft sich auf 69 Euro pro Person und 99 Euro für Elternpaare.

Mehr Informationen unter www.dtb-tennis.de/kongress

Bundestrainer Hans-Peter Born.

 

Auch Zverev sagt Olympia ab

Die Liste der Absagen für das Olympische Tennis-Turnier in Rio de Janeiro (6. bis 14. August) wird immer länger. Nachdem in den vergangenen Wochen aus den verschiedensten Gründen zahlreiche Top-Spieler, darunter auch Roger Federer, Milos Raonic oder Dominic Thiem, ihre Teilnahme zurückgezogen haben, folgt ihnen nun auch der deutsche Youngster Alexander Zverev. „Ich habe mich bei meinen letzten Matches in Washington und Toronto nicht 100 Prozent gut gefühlt“, schrieb Zverev auf Instagram: „Nach intensiver Rücksprache mit den Ärzten und meinem Team haben wir entschieden, dass ich zurückziehen muss.“ Anschließend wünschte Zverev seinen deutschen Mannschaftskollegen noch viel Erfolg für das Turnier.

Schon vor einiger Zeit hatte Davis-Cup-Spieler Philipp Petzschner seine Teilnahme aufgrund einer Infektion absagen müssen. Er sollte Deutschland in Rio in der Doppel-Konkurrenz vertreten.

Somit werden aus deutscher Sicht nur noch acht Athleten den Weg nach Brasilien antreten. Bei den Damen schlagen in Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Laura Siegemund, Annika Beck und Anna-Lena Grönefeld insgesamt fünf Spielerinnen auf. Bei den Herren rückt neben Philipp Kohlschreiber und Dustin Brown nun auch Jan-Lennard Struff nach.

Alexander Zverev wird nicht in Rio de Janeiro spielen. Copyright: Paul Zimmer

 

Jetzt Tickets für den Davis Cup sichern

Die vom 16. bis zum 18. September stattfindende Davis-Cup-Relegationspartie um den Verbleib in der Weltgruppe zwischen Deutschland und Polen findet auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß in Berlin statt. Gespielt wird im Steffi Graf Stadion auf einem Sandplatz.

Die letzte Partie einer deutschen Davis-Cup-Mannschaft in Berlin wurde 1991 in der ehemaligen Deutschlandhalle ausgetragen. Damals gewannen Boris Becker, Michael Stich und Eric Jelen unter der Leitung von Teamchef Niki Pilic mit 5:0 gegen Argentinien.

„Es ist ein besonderer Anreiz für uns, erstmals mit unserem Team in der Hauptstadt zu spielen. Wir freuen uns sehr darauf und werden alles tun, um den Zuschauern erstklassiges Tennis zu zeigen und mit einem Sieg gegen Polen die Klasse zu halten“, so Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann.

„Ich freue mich sehr über die Entscheidung, Spitzentennis nach Berlin zu bringen. Die Anlage des LTTC Rot-Weiß bietet dazu einen idealen Rahmen“, freut sich Frank Henkel, Senator für Inneres und Sport in Berlin. „Die Ausrichtung der Davis-Cup-Begegnung zeigt einmal mehr, dass Berlin mit der Vielfältigkeit hochkarätiger Veranstaltungen zu Recht auch zu den internationalen Sportmetropolen zählt. Tennis gehört zu den Sportarten in Berlin, die wieder steigende Mitgliederzahlen aufweisen können. Ein solch hochklassiger Wettkampf wird die Tennisbegeisterung sicher noch etwas weiter befördern.“

Das deutsche Davis-Cup-Team hatte vom 4. bis 6. März 2016 in der ersten Runde der Weltgruppe mit 2:3 gegen die Auswahl aus Tschechien verloren. Im Kader standen neben Philipp Kohlschreiber (ATP 24) und Alexander Zverev (ATP 25) auch Dustin Brown (ATP 87) sowie Philipp Petzschner (ATP-Doppel 55).

Die polnische Mannschaft hatte in der Besetzung Michal Przysienzny (ATP 353), Hubert Hurkacz (ATP 430), Lukasz Kubot (ATP-Doppel 23) und Marcin Matkowski (ATP-Doppel 27) 2:3 gegen Argentinien verloren.

Tickets für die Davis Cup Relegation gegen Polen vom 16. bis zum 18. September 2016 in Berlin gibt es bei ADticket auf www.adticket.de/DAVIS-CUP , per Telefon unter der Rufnummer 0180 6050400 und an allen Vorverkaufsstellen von ADticket sowie bei Tickethall auf www.tickethall.de.
Tageskarten sind ab 25 Euro erhältlich, Dauerkarten ab 70 Euro. Auch ein Gruppenangebot "9 plus 1" ist verfügbar.

Das deutsche Davis-Cup-Team hatte im März gegen Tschechien verloren. Copyright: Paul Zimmer

 

Tennis-Team für Rio nominiert

Insgesamt zehn Spielerinnen und Spieler des Deutschen Tennis Bundes (DTB) reisen zu den Olympischen Sommerspielen nach Rio, das gab der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 12. Juli im Rahmen der 3. Nominierungsrunde in Frankfurt am Main bekannt. Angeführt wird das deutsche Aufgebot für das Olympische Tennisturnier (6. bis 14. August) von den beiden besten Deutschen Angelique Kerber und Philipp Kohlschreiber.

Im Einzel werden bei den Damen neben Wimbledon-Finalistin Angelique Kerber auch Andrea Petkovic, Annika Beck und Laura Siegemund am Start sein. Für das Doppel wurde Anna-Lena Grönefeld nominiert. Bei den Herren vertreten Philipp Kohlschreiber, Alexander Zverev und Dustin Brown die deutschen Farben im Einzel. Zusätzlich ist Jan-Lennard Struff als Nachrücker kurzfristig in das Teilnehmerfeld gelangt. Der ehemalige Wimbledon- Doppelsieger Philipp Petzschner hat seinen Startplatz in der Doppelkonkurrenz sicher.

„Dies ist ein großartiger Erfolg für den Deutschen Tennis Bund. Mit insgesamt zehn Damen und Herren sind wir mit unseren Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio hervorragend repräsentiert“, so Teilmannschaftsleiter Dirk Hordorff.

Stimmen der Olympiateilnehmer im Tennis:

Philipp Kohlschreiber: „Ich habe in meiner Karriere auf fast jedem Center Court der Welt gespielt. Die Olympischen Spiele werden für mich noch einmal ein ganz neues Highlight, auf das ich sehr gespannt bin und auf das ich mich freue.“

Laura Siegemund: „Ich freue mich am meisten darauf, Teil der Deutschen Olympiamannschaft zu sein und auf dieses Gemeinschaftsgefühl, das entsteht, wenn man zusammen für sein Land antritt. Ich durfte diesen Teamspirit schon bei der Universiade in Kasan 2013 schnuppern und das war etwas ganz Besonderes und ist mir lange in Erinnerung geblieben.“

Dustin Brown: „Ich bin sehr happy, für Deutschland in Rio dabei zu sein. Ich hoffe natürlich, dass ich gut spiele. Aber, und das macht den besonderen Reiz aus: Ich hoffe, auch mal einen Usain Bolt live sprinten zu sehen. Ich kann es kaum erwarten.“

Anna-Lena Grönefeld: „Meine ersten Olympischen Spiele in London waren ein unvergessliches Erlebnis. Jetzt freue ich mich sehr, auch in Rio an den Start gehen zu dürfen! Olympia ist ein Traum für jeden Athleten.“

Nominierung Dameneinzel: Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Annika Beck, Laura Siegemund

Nominierung Herreneinzel: Philipp Kohlschreiber, Alexander Zverev, Dustin Brown (Final Qualification Place), Jan- Lennard Struff (Nachrücker)

Nominierung Damendoppel: Angelique Kerber/Andrea Petkovic, Anna-Lena Grönefeld/Laura Siegemund

Nominierung Herrendoppel: Philipp Kohlschreiber/Philipp Petzschner

Quelle: DTB

Das olympische Tennisstadion in Rio de Janeiro. Copyright: Paul Zimmer

 

Kerber unterliegt im Wimbledon-Finale

Angelique Kerber musste sich trotz großem Kampf im Finale von Wimbledon der Weltranglistenersten  Serena Williams mit 5:7, 3:6 geschlagen geben. Kerber hatte zuvor in sechs Matches nicht einen Satz abgegeben und ist nun in der Weltrangliste wieder die Nummer zwei der Welt.

„Herzlichen Glückwunsch an Serena. Sie verdient diesen Sieg, denn sie ist ein großer Champion und ein großartiger Mensch. Es war eine Ehre, hier auf dem Centre Court vor diesem fantastischen Publikum gegen sie zu spielen“, so „Angie“ nach dem Match.

„Ich liebe es, gegen Angelique zu spielen. Sie bringt mich immer dazu, mein bestes Tennis aus mir herauszuholen und sie hat immer ein Lächeln im Gesicht“, lobte indes Serena Williams die deutsche Fed-Cup-Spielerin.

Der erste Satz war über weite Strecken ausgeglichen verlaufen. Beim Stand von 5:6 jedoch musste Angelique Kerber jedoch ihrer Gegnerin, die mit druckvollen Grundschlägen beeindruckte, nicht nur ihr Aufschlagspiel, sondern auch den Durchgang nach 47 Minuten mit 5:7 überlassen.

Zu Beginn des zweiten Satzes boten beide Spielerinnen kraftvolles Powertennis und unglaubliches Winkelspiel. Bei 3:3 erarbeitete sich die 28-jährige Kielerin ihren ersten Breakball in der Partie, den Williams allerdings mit einem Ass abwehrte und gleich darauf noch ein weiteres folgen ließ. Im anschließenden Aufschlagspiel erkämpfte sich die Amerikanerin ihrerseits einen Breakball, den sie nach einem Fehler von Kerber zur 5:3-Führung verwandelte. Anschließend gab sich Williams keine Blöße mehr und holte sich den zweiten Satz mit 6:3. Mit ihrem 22. Grand-Slam-Titel egalisierte die 34-Jährige den Rekord von Steffi Graf, die vor 20 Jahren ihren siebten und letzten Erfolg an der Church Road gefeiert hatte,   

„Angelique hat ein großartiges Finale gespielt. Sie hat mit ihrem Auftreten und ihrer kämpferischen Einstellung den deutschen Tennissport beeindruckend repräsentiert. Angelique kann stolz auf ihre Leistung sein“, kommentierte Ulrich Klaus, der Präsident des Deutschen Tennis Bundes.  

 


Angelique Kerber. Copyright: Paul Zimmer

 

Mayer siegt im Duell der Generationen  

Florian Mayer hat die 24. Gerry Weber Open in einem hochklassigen und dramatischen deutschen Endspielduell mit 6:2, 5:7, 6:3 gegen Shootingstar Alexander Zverev gewonnen. Der 32-jährige Mayer, der nach langer Verletzungspause nur dank einer Schutzregelung der ATP World Tour ins Hauptfeld gelangt war, verbesserte sich durch den Überraschungserfolg von Platz 192 bis auf Platz 80 der Weltrangliste. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, nach der schweren Zeit mit all den Verletzungen jetzt hier als Sieger zu stehen“, sagte der überwältigte Bayreuther, „ich hatte zwischendurch sogar Gedanken, mit dem Tennis aufzuhören.“ An Alexander Zverev gewandt, sagte Mayer: „Dir gehört die Zukunft. Du wirst noch oft solche Siegerehrungen erleben - dann als Champion.“

Der 19-jährige Zverev, der im Halbfinale sensationell den achtmaligen Turniersieger Roger Federer geschlagen hatte, stieg gleichfalls in der Weltrangliste - von Platz 38 auf Platz 28. Der Hamburger hatte im zweiten Satz zwei Matchbälle abgewehrt und damit einen dritten Akt in der hochklassigen Partie erzwungen. Doch dort war dann Mayer die beherrschende Kraft auf dem Centre Court des ausverkauften Gerry Weber Stadions. Mayer erhielt für seinen Sieg ein

 

Die Finalisten der Gerry Weber Open 2016: Champion Florian Mayer (rechts) mit dem Siegerpokal des ATP 500er-Rasenevents und Alexander Zverev mit dem Silberteller. © Gerry Weber Open (HalleWestfalen)

 

Altmaier triumphiert in Berlin

Der 17- jährige Daniel Altmaier hat sich den Titel bei den Allianz Kundler German Juniors in Berlin gesichert. Bei den Internationalen Deutschen Tennis-Jugendmeisterschaften überzeugte der an drei gesetzte Niederrheiner, der dank einer Wildcard an den Start ging, auf ganzer Linie und gab im gesamten Turnierverlauf keinen einzigen Satz ab.

Auf seinem Weg ins Endspiel des prestigeträchtigen ITF-Grade-1-Turniers in der Hauptstadt besiegte der Rechtshänder in der Vorschlussrunde den erst 15-jährigen Berliner Rudolf Molleker mit 7:5, 6:2. Im anderen Halbfinale unterlag der an zwei gesetzte Westfale Louis Weßels dem Franzosen Constant de la Bassetiere mit 4:6, 6:4, 4:6. Gegen den Franzosen spielte der Niederrheiner Altmaier im Finale dann erneut stark auf und holte sich am Ende mit einem 6:3, 7:6-Erfolg den Titel.

Bei den Juniorinnen war es die Russin Amina Anshba, die zum Schluss ganz oben auf dem Treppchen stand. Gegen die favorisierte Nummer eins der Setzliste, die Schweizerin Rebeka Masarova, setzte sich Anshba mit 7:6, 3:6, 6:4 durch und durfte sich anschließen über den Siegerpokal freuen.

 

Thiem siegt in der Verlängerung

Dominic Thiem ist der Sieger des MercedesCup 2016.  Der Österreicher besiegte am Montagvormittag im tags zuvor wegen Regens unterbrochenen Endspiel des mit 675.645 Euro dotierten ATP-Rasenturniers auf dem Stuttgarter Weissenhof die deutsche Nummer eins Philipp Kohlschreiber mit 6:7, 6:4, 6:4. Für seinen vierten Turniersieg in dieser Saison nach Buenos Aires, Acapulco und Nizza sowie seinen insgesamt siebenten ATP-Titel erhielt Thiem 250 Weltranglistenpunkte, einen Scheck über 107.900 Euro und einen Mercedes-Benz SL 500 im Wert von 150.000 Euro. Mit dem Erfolg gelang dem 22-Jährigen auch die Revanche an Kohlschreiber für die Finalniederlage vor wenigen Wochen beim ATP-Turnier in München.

Dabei erwischte der Niederösterreicher keinen guten Start in die „Finalverlängerung“. Thiem machte im Tiebreak des ersten Satzes nach dem Wiederbeginn beim Stand von 2:3 keinen Punkt mehr. Im zweiten Durchgang der Partie, die von knapp 1.500 Zuschauern verfolgt wurde, schaffte der Weltranglisten-Siebte dann sofort ein Break. Im dritten Satz nahm Thiem seinem Gegner den Aufschlag zum 3:1 ab und stellte damit die Weichen endgültig auf Sieg.

„Das ist mein speziellster Titel. Ich bin ja fast mit der Erwartung hergekommen, hier in der ersten Runde zu verlieren. Dann das Halbfinale, das Finale und jetzt der Titel, das hätte ich nicht in meinen kühnsten Träumen erwartet. Das ist fast ein unwirklicher Moment, der mich überglücklich macht“, jubelte Thiem.

Philipp Kohlschreiber konnte sich nach seiner zweiten Finalniederlage beim MercedesCup nach 2013 (gegen Fabio Fognini / ITA) mit einem Preisgeld von 56.830 Euro trösten. „Ein Riesenkompliment an Dominic, er ist ein verdienter Sieger. Ich muss das erst verdauen, verlieren tut keiner gerne. Wenn das in einem Endspiel passiert, ist es natürlich doppelt bitter. Wenn ich mir etwas vorzuwerfen habe, dann sind es die Aufschlagspiele, in denen ich nicht gut serviert habe und deshalb auch die Breaks passiert sind. Ich habe am Schluss noch einmal alles probiert, aber Dominic ist im Moment einfach super drauf und hat auch ein enorm großes Selbstvertrauen. Das hat man auch daran gesehen, wie er die entscheidenden Punkte gespielt hat“, sagte Kohlschreiber.

Dominic Thiem mit Siegerpokal und Siegerfahrzeug. Foto: MercedesCup / Zimmer

 

Molleker gewinnt deutschen Titelkampf

Der Berliner Rudolf Molleker hat das ITF-Junior-Turnier der Kategorie eins in Offenbach gewonnen. In einem spannenden und hochklassigen Endspiel setzte sich der 15-Jährige gegen seinen 17 Jahre jungen Kontrahenten Marvin Möller aus Hamburg mit 6:3, 3:6, 6:4 durch. Auf dem schweren Weg ins Finale besiegte der an vier gesetzte Möller unter anderem im Halbfinale den topgesetzten Argentinier Genaro Alberto Olivieri, während Molleker bereits in Runde drei den an zwei gesetzten Deutschen Louis Weßels aus dem Turnier geworfen hatte.

Und auch in der Doppel-Konkurrenz setzten sich bei den Junioren wie auch bei den Juniorinnen deutsche Gespanne durch. Jesper Tull Freimuth und Valentin Günther marschierten ohne Satzverlust ins Endspiel und sicherten sich dort gegen das argentinische Duo Genaro Alberto Olivieri und Sebastian Baez mit 6:3, 6:2 den Titel.

Bei den Mädchen gewannen die beiden Hannoveranerinnen Shaline-Doreen Pipa und Anastazja Rosnowska den Siegerpokal. Sie feierten einen klaren 6:2, 6:0-Finalerfolg über Mira Antonitsch (AUT) und Johana Markova (CZE).

Rudolf Molleker (links) besiegte Marvin Möller (rechts) im Finale. Foto: Hikmet Temizer

 

Haas Turnierdirektor - aber kein Karriereende

Tommy Haas will weiterhin ein Comeback versuchen und nächstes Jahr noch einmal bei deutschen Turnieren aufschlagen. „In mir brennt es halt immer noch, daher möchte ich versuchen, noch einmal ein Comeback zu starten. Voraussetzung ist natürlich, dass der Körper mitspielt und ich topfit auf den Platz gehen kann“, so der 38-Jährige, der sich Mitte April am rechten Fuß seiner insgesamt neunten Operation unterziehen musste. „Mein letztes Match habe ich vergangenes Jahr in Wien bestritten. Nach einer Verletzung aufzuhören, wäre nicht gerade ein Abschied gewesen, wie ich ihn mir vorstelle. Deshalb möchte ich nächstes Jahr noch das eine oder andere Turnier bestreiten – vor allem in Deutschland. Vor dem tollen Heimpublikum noch einmal zu spielen, das wäre natürlich ein Traum“, ergänzte Haas.

Dennoch hat der gebürtige Hamburger nun erste Schritte in eine "Karriere nach der Karriere" unternommen - er wird Turnierdirektor des Tennisturneirs im kalifornischen Indian Wells. Bei einer Pressekonferenz im Rahmen des MercedesCup auf dem Stuttgarter Weissenhof sagte er dazu: "Eine neue, große Herausforderung steht mir bevor. Jeder Sportler muss sich ja irgendwann einmal Gedanken darüber machen, wie es nach seiner Karriere weitergeht. Es war für mich schon lange klar, dass ich dem Tennis treu bleiben möchte. Durch meine langjährige Bekanntschaft mit Turnierbesitzer Larry Ellison hat sich hier eine Tür für mich geöffnet. Indian Wells war schon immer eines meiner Lieblingsturniere, daher freue ich mich schon riesig auf die neue Aufgabe“, sagte Haas.

Babolat Play:Double Event Days der DTZ

Die DTZ – Deutsche Tennis Zeitung und die Play:Double Tennis Academy veranstalten 2016 die „Babolat Play:Double Event Days der Deutschen Tennis Zeitung“ – vier Event Days prall gefüllt mit Doppeltennis. Im ersten Schritt konnte sich jeder Tennisverein in Deutschland zur Ausrichtung von einem der vier Event Days bei der DTZ bewerben. Ein Auswahl-Panel hat im zweiten Schritt vier Vereine ausgewählt, die besonders attraktiv sind und die Voraussetzungen für die Event-Turniere erfüllen.

Die Event Days 2016:

  1. Juni 2016 – TC Langenbektal (Meldeschluss 15. Juni 2016)
  2. Juli 2016 – TC Blau-Weiß Lohbrügge (Meldeschluss 13. Juli 2016)
  3. August – ASG Altenkirchen (Meldeschluss 17. August 2016)
  4. August 2016 – TK Rot-Weiss Kempen (Meldeschluss 17. August 2016)

Die „Babolat Play:Double Event Days der Deutschen Tennis Zeitung“ sind eine offene Turnierserie für jedermann. Gespielt wird in Vierergruppen gleicher Leistungsstärke mit Halbfinale und Finale bzw. Spiel um Platz drei. Sie spielen also mindestens zwei Matches mit Ihrem Partner. In der spielfreien Zeit erwarten Sie attraktive Events rund ums Doppel, ein gemeinsames Mittagessen und eine Siegerfeier mit wertvollen Preisen.

Geplante Events in der matchfreien Zeit: Demo-Doppeltraining der Play:Double Tennis Academy, Showmatch oder Tiebreakmatch: „Schlag den Star“ mit Ex-Davis-Cup-Spieler Udo Riglewski (angefragt), Video-Performance der weltbesten Profi-Doppel, Auswertung der Spieldaten mit „Babolat Play“ per Bluetooth auf Tablet, Kleinfeld-Turnier, Videovortrag zur Kommunikation im Doppel, Ballmaschinen-Challenge und vieles mehr...

Zusätzlich können Sie bei einer Tombola wertvolle Preise gewinnen: Bücher, Tennistaschen und -rucksäcke. Hauptgewinn ist eine Wochenendreise für zwei Personen ins Sporthotel Tannenhof.

Tennisspieler und Tennisspielerinnen können sich als Doppelpaar in den Alterklassen 30+ und 50+ sowie im Mixed 40+ anmelden über mybigpoint oder über die Website der Play:Double Tennis Academy. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 24 Doppelpaare pro Event beschränkt. Rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich.

www.playdouble.de

www.mybigpoint.tennis.de

 

Zverev erreicht Finale von Nizza

Die deutsche Nachwuchshoffnung Alexander Zverev hat sich in das Endspiel des ATP-Turniers im französischen Nizza gespielt. An Position acht gesetzt zeigte der 19-jährige Hamburger von Beginn an starkes Tennis. Nach Siegen über den Briten Kyle Edmund, Marcel Granollers aus Spanien und den an zwei gesetzten Franzosen Gilles Simon räumt Zverev im Halbfinale auch den Portugiesen Joao Sousa aus dem Weg und erkämpfte sich so seine erste Final-Teilnahme auf der ATP-Tour.

Dort musste sich der 1,98 Meter große Rechtshänder seinem Kumpel Dominic Thiem aus Österreich geschlagen geben. Beim 4:6, 6:3, 0:6 aus Sicht des jungen Deutschen begegneten sich die beiden lange Zeit auf Augenhöhe, Zverev im dritten und entscheidenden Satz ein wenig die Kraft ausging.

Trotz der Niederlage kann Alexander Zverev mehr als zufrieden mit seinem Auftritt an der Cote d’ Azur sein. Der Lohn: 150 Weltranglistenpunkte, rund 43 000 US-Dollar Preisgeld und Platz 41 im ATP-Ranking.

 

Starkes Teilnehmerfeld in Halle

Roger Federer auf der Jagd nach dem neuen Titelrekord, insgesamt vier Top Ten-Größen am Start und die >Jungen Wilden< als potenzielle Spielverderber für die Elite - das ist die Mischung, die dieses Jahr bei den Gerry Weber Open vom 11. bis 19. Juni 2016 im westfälischen Halle geboten wird. „Wir haben ein außergewöhnlich stark besetztes Teilnehmerfeld zusammengestellt und die Zuschauer können sich auf einen Wettbewerb der Extraklasse freuen“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber. Neben dem Weltranglistenzweiten Federer werden auch Kei Nishikori (ATP 6) aus Japan, der Tscheche Tomas Berdych (ATP 8) und David Ferrer (ATP 9) aus Spanien um den Pokal streiten. Daneben rücken die Stars aus der nächsten und übernächsten Generation in den Fokus des Geschehens: Spieler wie der Österreicher Dominic Thiem (ATP 15), Deutschlands 19-jähriger Hoffnungsträger Sascha Zverev (ATP 44) sowie der Amerikaner Taylor Harry Fritz (18/ATP 73) und der Kroate Borna Coric (19/ATP 41).

Als Geheimkandidat für den Turniersieg kommt für Weber auch Deutschlands Nummer eins, Philipp Kohlschreiber (ATP 26), in Frage: „Er hat gerade wieder in München gezeigt, wie sehr ihn die Atmosphäre bei den Heimwettbewerben beflügeln kann. Deshalb ist er ja auch schon einmal Sieger bei uns in Halle gewesen.“ Aus deutscher Sicht gehen auch noch Dustin Brown (ATP 115) mit einer Wild Card und Comebacker Florian Mayer (ATP 34) als Protected-Ranking-Starter ins Rennen.  

Im Rahmenprogramm des Turniers tritt am 11. Juni Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber auf – sie spielt bei einem Rasenduell zusammen mit Nicolas Kiefer gegen die Kombination Sabine Lisicki/Michael Stich. Während der Turnierwoche läuft außerdem das sogenannte „Tennistainment“-Programm mit Stars der deutschen und internationalen Musikszene – wie zum Beispiel Namika, Joris, die Band Madcon und Stefanie Heinzmann. Am ersten Turniersonntag (12. Juni), dem Tag der offenen Tür, gibt es zudem noch ein Showmatch mit den ehemaligen Fußballstars Karl-Heinz Riedle und Marco Bode sowie den ehemaligen Handballgrößen Daniel Stephan und Florian Kehrmann.

Tickets für die Gerry Weber Open sind unter der Tickethotline 05201 81 80 und im Internet unter www.gerryweber-open.de erhältlich.

Turnierdirektor Ralf Weber (links) und Marketingleiter Horst Erpenbeck präsentieren den Siegerpokal der 24. Gerry Weber Open vom 11. bis 19. Juni 2016. © GERRY WEBER OPEN_KET (HalleWestfalen)

 

Stuttgarter Meldeliste nimmt Formen an

Zu einer Neuauflage des packenden Schlagabtauschs im Endspiel des ATP-Turniers in München zwischen Philipp Kohlschreiber und Dominic Thiem könnte es beim MercedesCup in Stuttgart kommen. Denn die deutsche Nummer eins steht ebenso auf der Nennliste des mit 675 645 Euro dotierten Rasenturniers vom 4. bis 12. Juni 2016 auf der Anlage des TC Weissenhof wie der Jungstar aus Österreich. In der bayrischen Metropole hatte Kohlschreiber in einem hochklassigen Match im Tiebreak des dritten Satzes das bessere Ende für sich und holte sich damit nach 2007 und 2012 bereits seinen dritten Titel in München.
Dominic Thiem stand in München bereits in seinem dritten Endspiel in der laufenden Saison, nachdem er davor bereits die Turniere in Buenos Aires (ARG) und Acapulco (MEX) gewonnen hatte. Dank weiterer hervorragender Leistungen (Semifinale in Brisbane und Rio de Janeiro, Achtelfinale in Indian Wells, Miami und Monte Carlo) rangiert der 22-jährige Österreicher im ATP-Jahresranking sogar auf Platz sieben.
Mit Superstar Roger Federer (ATP-Rang 3), dem kroatischen US-Open-Triumphator 2014, Marin Cilic (ATP-11), Dominic Thiem (ATP-14) sowie den beiden Franzosen Gilles Simon (ATP-18) und Benoit Paire (ATP-20) werden in diesem Jahr nicht weniger als fünf Top-20-Spieler beim MercedesCup aufschlagen. Kohlschreiber ist hinter dem Spanier Feliciano Lopez (ATP-23) und dem serbischen Vorjahresfinalisten Viktor Troicki (ATP-24) derzeit die Nummer acht der Setzliste. Dem hochkarätigen Stuttgarter Starterfeld gehören mit dem Bulgaren Grigor Dimitrov (ATP-28) und dem Zyprioten Marcos Baghdatis (ATP-38) weitere klingende Namen an.
„Roger Federer führt ein sehr starkes und ausgeglichenes Teilnehmerfeld beim diesjährigen MercedesCup an. Auf die Tennisfans wartet ein spannender Turnierverlauf mit vielen hochkarätigen Rasenmatches. Wir freuen uns, dass mit Philipp Kohlschreiber auch Deutschlands Nummer eins in Stuttgart mit dabei ist. Welche deutschen Spieler eine Wildcard für das Hauptfeld bekommen, wird erst in den nächsten Wochen entschieden“, erklärt Turnierdirektor Edwin Weindorfer.

 Die Top 8 des MercedesCup 2016:

  • Roger Federer (SUI / ATP 3)
  • Marin Cilic (CRO / 11)
  • Dominic Thiem (AUT / 14)
  • Gilles Simon (FRA / 18)
  • Benoit Paire (FRA / 20)
  • Feliciano Lopez (ESP / 23)
  • Viktor Troicki (SRB / 24)
  • Philipp Kohlschreiber (GER / 25)

 

Informationen zu Eintrittskarten enthält die Turnierwebsite www.mercedescup.de, auf der zudem ein Ticket-Onlineshop zu finden ist. Für weitere Auskünfte über Eintrittskarten steht auch die Ticket-Hotline unter Tel. +49 (0) 1806 616263 zur Verfügung.

 

Auch in diesem Jahr erhofft man sich in Stuttgart volle Ränge. Foto: MercedesCup

 

Kohlschreiber gewinnt

Philipp Kohlschrieber hat die BMW Open by FWU AG  gewonnen. Im Finale gegen den 22-jährigen Dominic Thiem  aus Österreich  siegte der Augsburger auf ausverkauftem Centercourt nach einem packenden und attraktiven Schlagabtausch mit 7:6, 4:6, 7:6 und holte sich damit bereits zum dritten Mal den Titel in München. Nach seinem entscheidenden Rückhand-Volley warf der 32-Jährige den Schläger auf den Boden, fasste sich mit beiden Händen an den Kopf und umarmte dann seinen enttäuschten Gegner am Netz: „Ich war erst mal sprachlos. Das war ein Hammerturnier, Dominic und ich haben uns einen tollen Fight geliefert, das hat Monster-Spaß gemacht. Ich habe ihm gesagt, dass meine Zeit irgendwann vorbei ist und er das Turnier auf jeden Fall noch gewinnen wird.“

Der enttäuschte Thiem musste sich erst einmal sammeln, war dann aber voll des Lobes und gratulierte fair seinem Gegner: „Ich möchte Kohli gratulieren, das war ein spannendes Finale bei einem traumhaften Turnier. Was die Veranstalter hier auf die Beine gestellt haben, ist toll. Ich habe mich hier extrem wohl gefühlt und Philipp ist ein würdiger Sieger.“

Der reich beschenkt wurde. Neben dem Siegerscheck gab´s noch die traditionelle Lederhose und das Siegerfahrzeug, ein BMW Cabrio M4. Im letzten Jahr hatte Kohlschreiber Hose und Auto noch Andy Murray überlassen müssen, jetzt zog er freudestrahlend die Lederhosn an und nahm seinen insgesamt dritten BMW in Empfang: „Seit ich klein bin, bin ich verliebt in Autos. Dafür habe ich immer Platz.“ Und der dreimalige Turniersieger versprach: „Bis 2017, da werde ich wieder da sein.“

Gastgeber und Veranstalter, aber auch die Partner  zeigten sich äußerst zufrieden mit den BMW Open by FWU 2016, die von insgesamt 35 000 Zuschauern besucht worden sind. sondern auch die Partner. Peter van Binsbergen,  Leiter Vertrieb Deutschland des Titelsponsors BMW, stellte eine weitere Zusammenarbeit in Aussicht: „BMW wird weitermachen und sich für das 30-jährige BMW-Jubiläum im nächsten Jahr einiges ausdenken.“  Auch Dr. Manfred J. Dirrheimer, CEO FWU Group, war begeistert vom sportlichen Niveau und der sozialen Akzeptanz der BMW Open by FWU AG 2016: „Die Kommunikation untereinander gefällt mir sehr gut und ich freue mich schon jetzt darauf, das Turnier weiter zu entwickeln. Deshalb kann ich schon jetzt bekanntgeben, dass die FWU bis 2020 weitermachen wird“, so Dirrheimer, „und das hätten wir nicht gemacht, wenn wir unglücklich wären.“ Und Turnierdirektor Patrik Kühnen war stolz auf sein Teilnehmerfeld: „Ich war sehr happy, als ich die Meldeliste gesehen habe. Wir wollten den Zuschauern attraktives Tennis bieten mit interessanten Spielertypen. Und das ist uns wieder einmal gelungen.“ Auch Kühnen wird den BMW Open by FWU AG treu bleiben. Er hat seinen Vertrag bis 2018 verlängert.

 

Philipp Kohlschreiber und Dr. Klaus Draeger (BMW) vor dem Siegerfahrzeug. Foto: Getty/MMP

 

Kerber verteidigt Titel in Stuttgart

Die deutsche Nummer eins, Angelique Kerber, hat zum zweiten Mal hintereinander den Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart gewonnen. Am Ende einer fulminanten Turnierwoche in der Porsche Arena durfte sich die amtierende Australian Open Siegerin über 470 Weltranglistenpunkte, ein Preisgeld von über 100 000 Euro sowie das heiß begehrte Siegerfahrzeug, in diesem Jahr ein Porsche 718 Boxster S, freuen.

Den zweiten Titel in Stuttgart zu erringen, war für die Kielerin jedoch alles andere als ein Kinderspiel. Nach einem Freilos in Runde eins musste sich mit ihrer Fed-Cup-Kollegin Annika Beck einen heißen Fight liefern, um letztendlich mit 4:6, 6:3, 6:1 in die dritte Runde einzuziehen. Die anschließenden Erfolge über Carla Suarez Navarro (ESP) und Petra Kvitova (CZE) brachten „Angie“ ein Ticket fürs Endspiel ein, wo sie auf die Überraschungsspielerin des Turniers traf. Lokalmatadorin Laura Siegemund, in Filderstadt geboren, spielte sich mit Bravour durch die Qualifikation ins Hauptfeld, wo die 28-jährige als Underdog mächtig für Furore sorgte. In Simona Halep, Roberta Vinci und Agnieszka Radwanska schlug Siegemund gleich drei Top-Ten-Spielerinnen und erreichte somit ihr erstes Finale bei einem WTA-Turnier. Doch im Finale schien die Luft dann ein wenig raus zu sein. „Irgendwann hat der liebe Gott bei mir den Stecker gezogen. Und wenn der Akku leer ist, dann geht halt nichts mehr“, so Siegemund. Kerber hingegen spielte nach anfänglichen Schwierigkeiten stark und verwandelte nach 1:21 Stunden den Matchball. „Dieses Turnier zum zweiten Mal zu gewinnen, ist für mich etwas ganz Besonderes“, freute sie sich.

Und nicht nur aufgrund des rein deutschen Endspiels konnten Turnierdirektor Markus Günthardt und sein Team wieder einmal stolz auf die Turnierwoche sein. Mit insgesamt rund 39 000 Zuschauern erzielte der Porsche Tennis Grand Prix erneut einen Zuschauer-Rekord.


 Kerber meldet sich zurück

Die deutsche Nummer eins, Angelique Kerber, hat sich nach einer kurzen Schwächephase wieder zurückgemeldet. Nachdem die 28-Jährige Kielerin Ende Januar bei den Australian Open ihren ersten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte und im Anschluss daran bei den WTA-Events in Doha und Indian Wells bereits in Runde eins die Segel streichen musste, überzeugte sie nun beim Masters-Turnier in Miami. An Position zwei gesetzt spielte sich Kerber von Runde zu Runde und zog mit einem deutlichen 6:3, 6:2-Triumph über die US-Amerikanerin Madison Keys in Halbfinale der mit insgesamt 6 844 139 US-Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung ein. In der Runde der letzten Vier wartete bereits die Weißrussin Victoria Azarenka, die Kerber im Viertelfinale der Austrailian Open noch geschlagen hatte. In Miami jedoch baute Azarenka ihre Bilanz gegen die Deutsche auf 6:1 aus und besiegte Kerber mit 6:2, 7:5.

Trotz der Niederlage gegen die 19-fache WTA-Titelträgerin kann Angie zufrieden sein mit ihrer Leistung im US-Bundesstaat Florida. Ab Montag den 4. April wird Kerber wieder auf Rang zwei der Weltrangliste zu finden sein. 

 

Witthöft rückt auf

Vor einem Jahr haben der Deutsche Tennis Bund (DTB) und die Porsche AG mit Katharina Hobgarski, Katharina Gerlach und Lena Rüffer drei neue Spielerinnen des Porsche Talent Team Deutschland vorgestellt. Nun gibt es weitere Veränderungen: Irina Cantos Siemers verstärkt die seit vier Jahren bestehende Auswahl der besten deutschen Nachwuchsspielerinnen. Die Hamburgerin Carina Witthöft rückt in das Porsche Team Deutschland um Australian Open Siegerin Angelique Kerber auf.

„Carina war schon auf dem Sprung in die Top 50 und spielt konstant in den Hauptfeldern der großen Turniere mit. Sie gehört somit zum erweiterten Porsche Team Deutschland“, äußert sich Porsche Team Deutschland Teamchefin Barbara Rittner. „Momentan ist sie in der Weltrangliste etwas abgerutscht und hat eine schwierige Phase, die sie aber sicher mit viel Einsatz und Training gut überstehen wird. Das sind wichtige Erfahrungen, die nun einmal dazu gehören.“

Ihre Nachfolge innerhalb des Porsche Talent Team Deutschland tritt Irina Cantos Siemers (Jhg. 2000) an, die mit ihren Eltern in der Nähe von Barcelona lebt und für den TC BW Vaihingen-Rohr spielt. „Irina ist unglaublich fleißig, zielstrebig und extrem ehrgeizig. Man muss sie eher bremsen als alles andere. Sie liebt das Tennisspielen und hat nur ein Ziel im Kopf: Alles zu geben, um ihren Traum des Tennisprofis leben zu können“, sagt Bundestrainerin Barbara Rittner. „Mit ihren gerade mal 16 Jahren hat sie noch einen weiten Weg vor sich, aber mit ihrer Einstellung kann sie weit kommen.“

 

Carina Witthöft. Foto: Temizer


 

Davis Cup: Ausgeglichener Start

Erwartungsgemäß ausgeglichen endete der erste Tag der Davis-Cup-Partie zwischen Deutschland und Tschechien. Die deutsche Nummer eins, Philipp Kohlschreiber, sorgte gegen Lukas Rosol für die Führung, bevor der erst 18-jährige Alexander Zverev bei seinem Debüt dem Top 10-Spieler Tomas Berdych unterlag. Wie dieses Unentschieden nach Tag eins jedoch zustande kam, überraschte wohl jeden, der die beiden Matches live, im TV oder im Livestream zu sehen bekam.

Alles andere als einfach gestaltete sich allerdings der Auftaktsieg von Kohlschreiber, der gegen die  stark aufspielende tschechische Nummer zwei über fünf Sätze gehen musste. Den Beginn der Partie verschlief der 32-jährige Augsburger völlig und brauchte einige Zeit, um ins Match zu finden. Nach dem Gewinn der Sätze zwei und drei war es wiederum Rosol, der getragen von den lautstarken Gäste-Fans zurück ins Match kam und sich einen entscheidenden fünften Satz erkämpfte. Doch „Kohli“ blieb ruhig und spielte in der entscheidenden Phase sein bestes Tennis. Am Ende sicherte Kohlscheiber mit einem knappen 3:6, 6:3, 6:4, 2:6, 6:3 den ersten Punkt für Schwarz-rot-gold.

Und als wäre dies noch nicht genug für die Nerven der deutschen Tennis-Fans gewesen, folgte eine Partie zwischen dem Youngster Alexander Zverev und Tomas Berdych, von der noch sehr lange die Rede sein wird. Mit 6:7, 6:1, 6:4, 6:7, 6:4 unterlag Zverev in 4:20 Stunden zwar bei seinem Davis-Cup-Debüt, doch was der junge Deutsche an diesem Abend in der TUI Arena in Hannover vor 6500 Zuschauern ablieferte, war kaum zu fassen. Voll auf Augenhöhe begegneten sich die beiden Kontrahenten und zeigten den Fans ein überragendes Match. „Es war wirklich schön da draußen, aber ich habe leider nicht gewonnen“, gab Zverev nach dem Fünf-Satz-Krimi bei der Pressekonferenz betrübt zu Protokoll.

Beim Stand von 1:1 findet am Samstag das Doppel statt, welches am Ende eine entscheidende Rolle für den Gesamtsieg spielen könnte.

DTB Tennis-Sportabzeichen neu aufgelegt

Ein Klassiker des Breitensports feiert seine Rückkehr auf die Tennisbühne: das DTB Tennis-Sportabzeichen. 1988 wurde es erstmals an ambitionierte Hobbyspieler vergeben, nun hat der Deutsche Tennis Bund (DTB) sein Sportabzeichen nach mehrjähriger Auszeit rundum modernisiert und neu aufgelegt. Es richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und berücksichtigt die einzelnen Spielniveaus.

„Das DTB Tennis-Sportabzeichen hat sich über viele Jahre größter Beliebtheit erfreut“, sagt Reiner
Beushausen (Foto, links), DTB-Vizepräsident für Sportentwicklung. „Umso mehr freut es mich, dass wir Trainern und Vereinen mit der überarbeiteten Variante nun ein motivierendes neues Element für das Training und ein Instrument zur Überprüfung der vorhandenen Tennisfähigkeiten an die Hand geben können.“

„Ich selbst habe das DTB Tennis-Sportabzeichen kürzlich abgelegt und dabei meine Fähigkeiten auf dem Platz mal wieder testen können“, berichtet DTB-Präsident Ulrich Klaus (Foto, rechts). „Die Übungen machen Spaß und fordern im richtigen Maß. Daher kann ich nur empfehlen: Nehmen Sie die Herausforderung an und holen Sie Gold!“

In Anlehnung an das international führende Konzept „Play and Stay“ der International Tennis Federation (ITF) kann das DTB Tennis-Sportabzeichen in den vier verschiedenen Spielstufen Rot, Orange, Grün und Gelb und in den Leistungsgraden Bronze, Silber und Gold abgelegt werden. Die zu bewältigenden Situationen mit tennisspezifischen Aufgaben entsprechen den wichtigsten Anforderungen des Spiels in technischer und taktischer sowie in koordinativer Hinsicht. Das gilt übrigens auch für die kleinen Tenniscracks, die das
Abzeichen in der Stufe Rot ablegen – das bislang angebotene DTB Kindertennis-Sportabzeichen wurde eingestellt.

Abgenommen wird das DTB Tennis-Sportabzeichen ausschließlich durch zertifizierte DTB- oder VDT-Trainer (Verband Deutscher Tennislehrer) sowie durch Sportlehrer. Tennisvereine können bei ihrem jeweiligen Landesverband neben Urkunden auch noch Anstecknadeln in Gold, Silber, Bronze und Medaillen in Gold bestellen.

Das DTB Tennis-Sportabzeichen wird als Leistung für die Kategorie „Koordination“ beim Deutschen Sportabzeichen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) anerkannt. Das Deutsche Sportabzeichen ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports.

Weitere Informationen gibt es hier  

 

2:3 - Schweizerinnen  zu stark

Mit einer knappen 2:3-Niederlage gegen die Schweiz musste das deutsche Fed-Cup-Team den Kampf um den Einzug ins diesjährige Halbfinale verloren geben. Am zweiten Tag der Begegnung in der ausverkauften Leipziger Messehalle erlebten die 4200 begeistert mitgehenden Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle.

Nach ihrem Sieg über Timea Bacsinszky (6:1, 6:3) am ersten Tag, war bei Angelique Kerber in ihrem zweiten Match der "Akku" ganz offensichtlich leer. Sichtlich müde und erschöpft, musste sie den Strapazen der vergangenen Wochen und Tage Tribut zollen und im Spitzeneinzel eine 6:7, 3:6-Niederlage gegen Belinda Bencic hinnehmen. Doch Annika Beck spielte anschließend nach anfänglicher Nervosität immer stärker und glich in ihrem Fed-Cup-Einzel-Debüt mit 7:5, 6:4 gegen Timea Bacsinszky zum 2:2 aus.

Die Entscheidung musste also das Doppel bringen - und hier hatte das deutsche Team den Schweizerinnen, wie befürchtet,  nicht mehr allzuviel entgegenzusetzen. Der Nummer eins der Welt im Doppel, Martina Hingis, und Belinda Bencic standen Andrea Petkovic und Anna-Lena Grönefeld als Außenseiter gegenüber. 6:3, 6:2 hieß nach einer Stunde und elf Minuten das klare Ergebnis für die Eidgenossinen. Damit wurde Belinda Bencic zur erfolgreichsten Spielerin des Wochenendes: Sie holte nach ihren Siegen über Andrea Petkovic (6:3, 6:4) und Angelique Kerber mit dem Doppelsieg auch den dritten Punkt für die Schweiz. 

"Ich bin traurig und enttäuscht, aber auch stolz". resümierte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner anschließend. "Die Schweizerinnen  haben das Doppel verdient gewonnen und ich glaube, dass diese Schweizer Mannschaft dieses Jahr auch den Fed Cup gewinnen kann." Ihrem Team machte sie trotz der Niederlage ein großes Kompliment für ihr Auftreten und ihre Leistung: "Wir haben alles gegeben und bis zum Schluss geglaubt, dass wir gewinnen können. Die Stimmung hier war großartig, es war eine tolle Woche in Leipzig - doch leider hat es eben am Schluss nicht ganz gereicht."

Statt des erhofften Halbfinales muss das deutsche Team nun am 16./17. April in der Fed-Cup-Relegation antreten. Wer der Gegner sein wird, entscheidet sich bei der Auslosung am 9. Februar. Deutschland trifft entweder auf Australien, Spanien oder den jeweiligen Sieger der Begegnungen Kanada - Weißrussland oder USA - Polen.

Die dominierende Spielerin des Fed-Cup-Wochenendes in Leipzig: Belinda Bencic. © Porsche AG

 

1:1 - alles offen

1:1: Angelique Kerber hat dafür gesorgt, dass nach dem ersten Tag der Fed-Cup-Begegnung Deutschland gegen die Schweiz noch alles offen ist. Nachdem Andrea Petkovic im Auftakt-Einzel in der ausverkauften Leipziger Messehalle gegen Belinda Bencic eine 3:6, 4:6-Niederlage kassiert hatte, glich die frischgebackene Australian-Open-Siegerin vor 4200 begeisterten Zuschauern in souveräner Manier mit ihrem 6:1, 6:3-Sieg gegen Timea Bacsinszky aus.

Getragen von der Atmosphäre in der Halle - "ich hatte einige Male Gänsehaut" - und ihrem deutlich gestiegenen Selbstvertrauen, überwand "Angie" ihre Müdigkeit und ließ der Schweizerin keine Chance. "Ich bin im ersten Satz gar nicht ins Spiel gekommen. Sie hat es nicht zugelassen.  Erst im zweiten war es besser, aber da war es zu spät," konstatierte Bacsinszky.

Zuvor hatte sich Andrea Petkovic in 1:24 Stunden der erst 18-jährigen Belinda Bencic, Nummer elf der Weltrangliste, geschlagen geben müssen. Besonders mt ihrer Vorhand waren ihr zahlreiche Fehler unterlaufen. Teamchefin Barbara Rittner zur Leistung der Darmstädterin: "Ich hatte geglaubt, dass Petko gegen Bencic gewinnen könnte. Davon war sie ein Stück entfernt - Belinda war heute die bessere Spielerin, aber ich hatte die ganze Zeit den Eindruck, dass es noch kippen könnte." 

Ob die verunsichert wirkende Petkovic morgen jedoch das vierte Einzel spielen wird, ist offen. Barbara Rittner will sich im Lauf des Abends entscheiden, ob sie eine Änderung in der Aufstellung vornimmt. Für Petkovic könnte Annika Beck zum Einsatz kommen, die bei den Australian Open Timea Bacsinszky in zwei Sätzen geschlagen hatte.

Zuerst aber kommt es um 12:00 Uhr in der Leipziger Messehalle zum Spitzeneinzel Kerber gegen Bencic. "Ich denke, es ist ein Fifty-Fifty-Match", analysierte die deutsche Weltranglisten-Zweite, die alle "restliche Energie" in sich mobilisieren will, um ihrem Team den zweiten Punkt zu sichern und einen Schritt in Richtung Fed-Cup-Halbfinale zu machen.

Angelique Kerber. © Hasenkopf

 

Angelique Kerber schafft die Sensation

Angelique Kerber hat es geschafft – sie holte in Melbourne den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere! Im Finale der Australian Open setzte sich die 28-Jährige sensationell mit 6:4, 3:6, 6:4 gegen die Favoritin, die Weltranglisten-Erste Serena Williams durch

„An diesem Abend ist mein Traum wahr geworden. Ich habe mein ganzes Leben hart gearbeitet und jetzt stehe ich hier und bin ein Grand Slam Champion“, freute sich die überwältigte Kielerin. „Das hört sich verrückt an.“

Die 14.820 Zuschauer in der Rod Laver-Arena sahen ein packendes Duell zwischen der Final-Debütantin Kerber und der 21-fachen Grand-Slam-Siegerin Williams. Im gesamten Spielverlauf spielte „Angie“ selbstbewusst, kämpfte um jeden Punkt und zeigte sich nervenstark. Auch von dem verlorenen zweiten Satz ließ sie sich nicht aus dem Konzept bringen und holte sich mit ihrer starken Leistung verdient den Sieg. Nach 2:09 Stunden war es soweit: Angelique Kerber verwandelte ihren ersten Matchball – und der erste Grand-Slam-Erfolg einer deutschen Spielerin seit dem Sieg von Steffi Graf 1999 bei den French Open war perfekt.

„Angelique hat fantastisch gespielt und sich den Sieg wirklich verdient. Mit diesem Triumph ist der heutige Tag ein Fest für den deutschen Tennissport“, gratulierte Ulrich Klaus, der Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

Angelique Kerber krönte mit ihrem Triumph zwei starke Wochen in Down Under, in denen sie sich stetig steigerte. Nachdem die Linkshänderin, an Position sieben gesetzt, in ihrem Auftaktmatch gegen die Japanerin Misaki Doi sogar einen Matchball gegen sich gehabt hatte, bezwang sie im Turnierverlauf unter anderem ihre Landsfrau Annika Beck und im Viertelfinale die zweifache Australian-Open-Siegerin Victoria Azarenka (Weißrussland). Den Einzug ins Finale hatte Kerber dann mit einem 7:5, 6:2 über die Britin Johanna Konta geschafft.

Ihr Sensationserfolg bei den Australian Open brachte Angelique Kerber nicht nur ein Preisgeld von ca. 2,2, Millionen Euro ein, sondern katapultierte sie auch auf Platz zwei der Weltrangliste.

 

Nicola Kuhn spielt zukünftig für Spanien

Keine guten Nachrichten für den Deutschen Tennis Bund: Das 15-jährige Nachwuchstalent Nicola Kuhn wird ab sofort nicht mehr für Deutschland an den Start gehen. Das gab Kuhn kürzlich auf einer Pressekonferenz bekannt. Zukünftig will die aktuelle Nummer 71 des ITF-Junior-Rankings für Spanien aufschlagen. „Ich verkünde, dass ich für Spanien spiele. Ich lebe seit meiner Kindheit hier und fühle mich schon immer spanisch. Es war schon immer mein Traum, für Spanien zu spielen”. Als weiteren Grund nannte der Teenager die besseren Förderungsmöglichkeiten des spanischen Verbandes.

Der Rechtshänder hat einen deutschen Vater, ist in Österreich geboren und lebt seit seinem dritten Lebensjahr in Spanien. Dort trainiert er unter Trainer Francisco Martinez (Foto, rechts) an der Tennis Akademie von Juan Carlos Ferrero. Erst im Sommer 2013 hatte sich der Wahl-Spanier dazu entschlossen, für das deutsche Junioren-Team zu spielen und wurde unter anderem Deutscher Meister, U14-Weltmeister und U16-Vize-Weltmeister.

Der DTB bedauert die Entscheidung sehr und verliert in Nicola Kuhn eine der größten Nachwuchshoffnungen überhaupt. Gemeinsam mit dem ebenfalls 15-jährigen Deutschen Rudolf Molleker zählt Kuhn in seinem Jahrgang derzeit zu den besten Spielern der Welt.

 

Nicola Kuhn (links) mit seinem Trainer Francisco Martinez. © Jörger

 

Andrea Petkovic: Neustart

Andrea Petkovic trainiert ab sofort in der „Gerry Weber BreakPoint Base“ (Halle/Westfalen). Nach einem dreiwöchigen "Probe-Training" hat sich die 28-Jährige entschieden, mit Jan de Witt als Coach und mit Dennis Beckermann als Konditionstrainer und Physio zu arbeiten.

„Ich habe jemanden gesucht, dem ich zu 100 Prozent vertrauen kann, und der mich neu inspiriert“, sagt Petkovic, die alle Gedanken an ein Karriereende bei Seite geschoben hat und einen Neustart wagt. Der Beginn dieser Zusammenarbeit mit Jan de Witt liegt schon ein paar Monate zurück und begann in einem Autobahn-Rasthof in Kassel. „Wir haben ein paar Stunden miteinander gesprochen. Über alles Mögliche, auch über Tennis. Am Ende war mir klar, wenn ich nochmal richtig angreifen will, dann mit Jan zusammen.“ Und so wird für die deutsche Nummer zwei das Jahr 2016 mit Coach de Witt Anfang Januar mit dem WTA-Turnier in Brisbane und den anschließenden Australian Open beginnen. Große Ziele sind für dieses Duo natürlich neben dem Fed Cup die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. 

Die Zusammenarbeit ist zunächst für ein Jahr („mache ich immer nur“, so de Witt) vereinbart. Petkovic, die selbst sagt, dass sie mehr Gelassenheit bekommen müsse, hat die Verantwortung für das Training und für ihre Fitness komplett an das Trainerteam abgegeben. „Sie muss in ein emotionales Gleichgewicht kommen“, sagt de Witt. Petkovic zustimmend: „Bei mir geht es auf und ab, emotional wie intellektuell. Das soll anders werden.“

Neu im „Gerry Weber BreakPoint-Team“ ist auch der 24-jährige Russe Andrey Kuznetsov, der künftig von Burghard Riehemann trainiert und von Physio Norman Büchter betreut wird. Daneben gehören dem Haller Trainingskader die beiden russischen Nachwuchsleute Aslan Karatsev und Alex Bublik sowie der Franzose Simon Gilles, der Schweizer Marco Chiudinelli und der Italiener Samuele Ramazzotti an. Die schwarz-rot-goldenen Farben vertreten neben Andrea Petkovic noch die Weltranglisten-Vierte im Rollstuhltennis, Sabine Ellerbrock, sowie das 13-jährige Talent Luisa Meyer auf der Heide. Gelegentlich nutzen auch Halles Bundesligaprofi Jan-Lennard Struff und sein Coach Carsten Arriens die Trainingsmöglichkeiten in Schatten des Gerry Weber Stadions.

 

Andrea Petkovic mit Coach Jan de Witt (rechts) und Konditionstrainer Dennis Beckermann.
© pr-büro sport presse

 

Friedsam und Otte
Deutsche Meister 2015

Anna-Lena Friedsam (BASF TC Ludwigshafen) und Oscar Otte (Kölner THC Stadion Rot-Weiß) haben sich die Titel bei den 44. Nationalen Deutschen Tennismeisterschaften gesichert. Den Pokal im Mixed gewannen Carina Witthöft (Der Club an der Alster) und Yannick Hanfmann (TC Weinheim), die Rollstuhltenniskonkurrenz dominierte Steffen Sommerfeld (Zehlendorfer Wespen).

Bei den Damen konnte Anna-Lena Friedsam nach 2013 ihren zweiten Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften feiern. Die 21-jährige Rheinland-Pfälzerin bezwang im Finale ihre 18 Jahre alte Porsche-Talent-Team-Deutschland-Kollegin Katharina Hobgarski (Tenniszentrum Sulzbachtal) mit 6:0, 6:1 „Das war ein perfektes Match. Ich freue mich über meine starke Leistung und diesen Erfolg. Wenn es mir gelingt, dieses Niveau zu halten, kann ich voller Zuversicht in die Saison 2016 gehen“, so die Siegerin.

Friedsam war als Nummer vier der Setzliste ins Viertelfinale vorgesetzt gewesen und hatte sich auf dem Weg zum Titel mit 6:3, 6:2 gegen Anna Klasen (TC 1899 Blau-Weiss Berlin) sowie im Halbfinale mit 7:6, 6:4 gegen Julia Görges (TC Rot-Blau Regensburg) aus dem Porsche Team Deutschland behauptet.

Der neue Deutsche Meister im Herreneinzel heißt Oscar Otte. Der 22-jährige Kölner ließ gegen den ungesetzten Überraschungsfinalisten Jan Choinski nichts anbrennen und holte sich den Sieg mit 6:3, 6:1. Otte war als Nummer sieben der Setzliste in den Wettbewerb gestartet und hatte zunächst Johannes Härteis (1. FC Nürnberg) mit 6:3, 6:1 hinter sich gelassen und dann im Viertelfinale von der Absage Maximilian Marterers profitiert. Mit einem 6:4, 6:3 gegen Marko Lenz (TC Wolfsberg Pforzheim) machte Otte den Finaleinzug perfekt.

Im Einzel waren die Deutschen Meisterschaften für Carina Witthöft bereits nach ihrem ersten Auftritt im Viertelfinale beendet gewesen. Die beste Spielerin der Plan German Masters Series presented by Tretorn 2015 ließ jedoch den Kopf nicht hängen und zeigte im Mixed ihr Können. An der Seite von Yannick Hanfmann warf sie im Halbfinale der erstmals seit 2010 wieder ausgetragenen Konkurrenz die favorisierten Anna-Lena Grönefeld (DTV Hannover) und Philipp Petzschner (TK Kurhaus Aachen) mit 6:4, 6:3 aus dem Rennen. Das Endspiel gegen die Deutsche Meisterin im Einzel des vergangenen Jahres, Antonia Lottner (TEC Waldau Stuttgart), und Johannes Härteis gewannen Witthöft und Hanfmann mit 6:3, 7:5.

Wie bereits im letzten Jahr wurde das Endspiel der Deutsche Meisterschaften im Rollstuhltennis in Biberach ausgetragen, nachdem die Vorrunde mit zehn Teilnehmern beim TSV Burgau in Günzburg stattgefunden hatte. Erneut stand Steffen Sommerfeld im Finale, dieses Mal allerdings nicht gegen die deutsche Nummer zwei Sven Hiller (Zehlendorfer Wespen), sondern gegen Peter Seidl (TC Büchlberg). In einem umkämpften Match setzte sich am Ende der 46 Jahre alte Titelverteidiger aus Berlin mit 6:4, 6:7, 10:3 durch.

„Wir haben hier in Biberach wieder einmal hervorragend organisierte Deutsche Meisterschaften erlebt, danke an das gesamte Team um die beiden Turnierdirektoren Rolf Schmid und Dieter Gutermann. Sportlich sind die Zuschauer dieses Jahr auf ihre Kosten gekommen, insbesondere der Mixed-Wettbewerb ist eine echte Bereicherung gewesen. Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger, sie haben uns so kurz vor Weihnachten sechs Tage Tennis auf hohem Niveau beschert“, bilanzierte Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Mit insgesamt 4000 Besuchern gab es außerdem einen neuen Zuschauerrekord.

Weitere Informationen und alle Ergebnisse: www.dtb-tennis.de/DM


Anna-Lena Friedsam (links) ließ Katharina Hobgarski im Finale keine Chance. Copyright: Porsche AG

 

ATP Hamburg: Ausstieg des Titelsponsors

Nachdem das Tennisevent der ATP World Tour 500 seit 2011 unter dem Namen bet-at-home Open aufgetreten war, erhält das Traditionsturnier am Hamburger Rothenbaum 2016 einen neuen Namen. Zuvor hatten sich die Hamburg sports & entertainment GmbH (HSE) und bet-at-home.com auf die Beendigung ihrer fünfjährigen Zusammenarbeit verständigt. Der Vertrag zwischen dem Wettanbieter und Turnierveranstalter HSE war zum 30. September 2015 ausgelaufen.

„Wir haben mit bet-at-home.com viele Gespräche geführt, gemeinsam unsere Situation analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, unsere Zusammenarbeit nicht weiter fortzusetzen“, so Detlef Hammer, Geschäftsführer der Hamburg sports & entertainment GmbH. „Wir haben das Rothenbaum-Turnier in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt und den Wert für Partner und Sponsoren deutlich gesteigert – von der Anzahl der Besucher auf der Anlage bis hin zur internationalen TV-Präsenz. Während wir den Werbewert für den Titelsponsor mehr als verdreifacht haben, sind unsere Kosten allein aufgrund der Anhebung des Preisgeldes durch die ATP um 350 000 Euro gestiegen. All das hat natürlich Einfluss auf die Bewertung des Titelsponsoring-Paketes.“

„Vor dem Hintergrund der Neuausrichtung unseres Sportsponsorings haben wir uns dagegen entschieden, das Engagement am Rothenbaum zu verlängern. Unser Schwerpunkt ist in den nächsten Jahren das Hauptsponsoring bei Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin“, sagt Claus Retschitzegger, Head of Communication von bet-at-home.com. „Wir danken der HSE für die langjährige und erfolgreiche Partnerschaft. Das Titelsponsoring hat uns maßgeblich dabei geholfen, die Bekanntheit von bet-at-home.com bei Tennis- und Sportfans in Deutschland und der ganzen Welt zu steigern.“

„bet-at-home.com hat in den vergangenen fünf Jahren dazu beigetragen, das Turnier und den Standort zu sichern. Für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit möchte ich mich im Namen der HSE ganz herzlich bedanken“, betont Detlef Hammer. „Wir wissen heute zwar noch nicht, wie das Turnier zum Start am 9. Juli heißen wird, haben mit mehr als 30 Partnern und Sponsoren aber eine sehr gute Basis für die Zukunft. Ich bin optimistisch, dass in den kommenden Monaten noch der ein oder andere dazu kommen wird.“

Eintrittskarten für die German Open Tennis Championships und die Lombardium Classics sind ab sofort telefonisch unter der Rufnummer 040 238804444, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder im Internet auf www.german-open-hamburg.de erhältlich.

 

Deutsche Jugendmeister gekürt

Mit sehenswerten Final-Spielen der Altersklassen U18, U16 und U14 sind am Wochenende die 41. Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften im Essener Tenniszentrum zu Ende gegangen. Knapp 180 Talente kämpften im Einzel sowie im Doppel um die heiß begehrten Titel.

Bei den Juniorinnen und Junioren der Altersklasse U18 waren es die topgesetzten Favoriten, die am Ende ganz oben auf dem Treppchen standen. Die 18-jährige Katharina Hobgarski aus dem Porsche Talent Team besiegte im Endspiel die Braunschweigerin Imke Schlünzen klar mit 6:2, 6:2. Bei den Jungs war es Tim Sandkaulen vom Gladbacher HTC, der seiner Favoritenrolle gerecht wurde und sich den Triumph ohne Satzverlust erspielte. Im Finale bewies der 18-Jährige gegen den Badener Luis Erlenbusch seine ganze Klasse und gewann scheinbar mühelos mit 6:3, 6:2.

Auch in der männlichen U16 konnte sich in Niklas Schell die Nummer eins der Setzliste durchsetzen. Der großgewachsene Hesse besiegte im Endspiel den Schleswig-Holsteiner Maximilian Todorov mit 6:4, 6:2. Deutlich spannender gestalteten die Finalistinnen der U16-Juniorinnen ihr Match. Nachdem die an vier gesetzte Linda Puppendahl den ersten Durchgang gegen die Nummer zwei der Setzliste, Lara Schmidt, für sich entschieden hatte, steigerte sich die Nürnbergerin Schmidt und drehte das Match noch zu ihren Gunsten. Am Ende stand ein 4:6, 6:4, 6:1 auf der Anzeigetafel.

Ein klein wenig überraschend war hingegen der Ausgang bei den unter 14-Jährigen, wo sich der Badener Justin Schlageter und die Münchnerin Isabella Pfennig gegen den Rest der Konkurrenz durchsetzen konnten.

Für einige der älteren Spielerinnen und Spieler geht es nun bei den Deutschen Meisterschaften in Biberach in den Jahres-Endspurt. Wer dort die letztjährigen Sieger Antonia Lottner und Andreas Beck beerben wird, zeigt sich von 15. bis 20. Dezember.

  

Geserer neuer Görges-Coach

Michael Geserer ist der neue Coach von Julia Görges. Das teilte die Weltranglisten-50. mit und stellte gleichzeitig ein komplett neues Team für 2016 vor: „ Ich werde nächstes Jahr mit Michael Geserer als Hauptcoach arbeiten, der sich die Coaching-Arbeit mit Matthias Mischka teilen wird. Als Physio und Fitnesstrainer wird Florian Zitzelsberger, von Corpus Care aus Regensburg, in mein Team treten, der mir während des Jahres mit meinen Ellbogenproblemen sehr geholfen hat und mein Team, mit seiner hervorragenden Arbeit, sehr verstärkt.“

Die 27-Jährige aus Bad Oldesloe hatte im September die Trennung von ihrem langjährigen Trainer Sascha Nensel bekannt gegeben, mit dem sie knapp sieben Jahre zusammengearbeitet hatte.

Michael Geserer, der früher mehrere Jahre lang Coach von Philipp Kohlschreiber war, fungiert auch als Teammanager der Mannschaft des TC Rot-Blau Regensburg, in der Julia Görges in diesem Jahr in der Damen-Bundesliga antrat.

Von links: Florian Zitzelsberger, Michael Geserer, Julia Görges und Matthias Mischka. Foto: Privat

 

 

Interview mit Dirk Hordorff

Die Zahl der deutschen Tennis-Profis, die sich in den Top 100 der Weltrangliste befinden, schwank derzeit zwischen zwei und drei. Zu wenig, so der Tenor der Tennisexperten, die sich dem Thema „Zukunft des deutschen Herrentennis“ Ende Oktober bei einer Podiumsdiskussion in der TennisBase Oberhaching widmeten. Mit von der Partie war auch Dirk Hordorff, der im Deutschen Tennis Bund für den Bereich Spitzensport, Ausbildung und Training zuständig ist. Im Nachgang des Events nahm der DTB-Vizepräsident gegenüber der DTZ – Deutsche Tennis Zeitung Stellung zu verschiedenen Themen rund um das deutsche Herrentennis. Was sind derzeit die Schwierigkeiten? Welche Lösungsansätze gibt es? Und, wie sehen die Perspektiven in der Zukunft aus?

Interview:

Herr Hordorff, bei der Podiumsdiskussion erwähnten Sie im Bezug auf die aktuelle Situation im deutschen Herrentennis, dass man nicht da sei, wo man sein wolle. Können Sie das ein wenig erläutern? Wo würde man denn gern sein und was wurde diesbezüglich in der Vergangenheit verfehlt bzw. versäumt?

Dirk Hordorff: Sicher kann es nicht den Anspruch erfüllen, wenn man zwei oder drei Aktive in den Top 100 des ATP Einzelrankings aus Deutschland hat. Aber dieses ändert sich wöchentlich und ich hoffe, dass sich die Anzahl bis zur Qualifikation für die Olympischen Spiele deutlich verbessert. Trotzdem muss man akzeptieren, dass…

Das komplette Interview finden Sie auf unserer Homepage unter
http://www.tennis-zeitung.com/index.php/aktuelles/interview/dirk-hordorff-deutsches-herrentennis
 
 


Dirk Hordorff möchte das deutsche Herrentennis wieder nach vorne bringen.                                            Copyright: Klaus Molt

 

  Junior Davis Cup: Platz zwei für deutsche U16-Junioren

Ein toller Erfolg für die deutsche U16-Junioren. Beim Junior Davis Cup in Madrid erreichte das Team des Deutschen Tennis Bundes (DTB) den zweiten Platz und schrammte nur ganz knapp am großen Triumph vorbei. Im Finale des prestigeträchtigen Nachwuchswettbewerbs unterlagen Marvin Möller (Hamburg), Nicola Kuhn (Rheinland-Pfalz) und Maximilian Todorov (Schleswig-Holstein) dem Team aus Kanada mit 1:2

Nachdem sich Marvin Möller im ersten Einzel seinem Gegner Denis Shapovalov mit 1:6, 4:6 hatte geschlagen geben müssen, sorgte Nicola Kuhn für den Ausgleich. Der in Spanien trainierende „Kuhnito“ setzte sich souverän mit 6:3, 6:3 gegen Felix Auger-Aliassime durch. Das entscheidende Doppel verloren Möller und Kuhn dann in drei Sätzen mit 3:6, 6:3, 2:6.

„Die Strapazen der Woche sind an den Jungs nicht spurlos vorbeigegangen. Die Physios hatten alle Hände voll zu tun, um sie für das Doppel spielfähig zu bekommen. Leider hat es am Ende nicht gereicht, aber unsere Jungs haben alles gegeben und großen Sport und Kampfgeist gezeigt“, so der stolze Coach Guido Fratzke.

Erstmals seit 2003 hatte wieder eine deutsche Mannschaft den Sprung ins Endspiel des Junior Davis Cups geschafft. Nach einem 3:0-Auftaktsieg gegen Kolumbien und einem 2:1-Erfolg über die südafrikanische Mannschaft in der Gruppenphase ging es für das DTB-Team gegen die an Nummer zwei gesetzten Australier um den Gruppensieg. Die deutschen Junioren präsentierten sich in dieser Partie in einer starken Verfassung und konnten bereits nach den beiden Einzeln den Halbfinaleinzug bejubeln. Der Einzug ins Finale war in einem an Spannung kaum zu überbietenden Kampf gegen Japan gelungen. Nachdem Marvin Möller sich dort im ersten Einzel mit 3:6, 7:5, 4:6 dem Japaner Yunosuke Tanaka hatte beugen müssen, hatte auch Nicola Kuhn in seiner Partie gegen Toru Horie bereits einen Matchball gegen sich. Der 15-Jährige konnte diesen jedoch abwehren und das Match mit 6:7 (4:7), 7:6 (7:2), 6:1 gewinnen. Im entscheidenden Doppel setzten sich Kuhn und Möller dann souverän mit 6:3, 6:3 gegen die japanische Paarung Horie und Tanaka durch.

Eine besondere Ehre wurde am Ende der Veranstaltung noch Nicola Kuhn zuteil. Er wurde von der International Tennis Federation (ITF) als bester Spieler des Wettbewerbs ausgezeichnet. Kuhn konnte alle seine Einzel-Matches gewinnen und gehörte mit seinen 15 Jahren zu den jüngsten Spielern der Veranstaltung.

Die U16-Junioren des DTB wurden Zweite beim Junior Davis Cup (v. l.): Nicola Kuhn, Maximilian Todorov, Marvin Möller und Betreuer Guido Fratzke.

 

Lks neu berechnet

Zum 1. Oktober 2015 hat der Deutsche Tennis Bund (DTB) mit seinen Landesverbänden die Leistungsklassen (LK) von mehr als 700 000 Tennisspielerinnen und -spielern neu berechnet. Alle relevanten Ergebnisse aus dem Wettkampfjahr 2014/15 sind in die Berechnung eingeflossen und ergeben die persönliche Leistungsklasse für die Saison 2015/16.

Die neuen LKs aller Tennisspieler in Deutschland sind in den jeweiligen Spielerprofilen bei www.mybigpoint.de veröffentlicht worden. Sollten im LK-Portrait Ergebnisse fehlen oder falsch dargestellt worden sein, können die Spieler bis zum 1. November bei den zuständigen Landesverbänden Einspruch erheben (offizielle Einspruchsfrist laut DTB-LK-Ordnung).

Bei fehlenden Ergebnissen von ITF oder Tennis Europe Turnieren sind folgende Ansprechpartner beim DTB zuständig:

Deutscher Tennis Bund: Jugend/Aktive: Felix Wortmann

Deutscher Tennis Bund: Senioren: Klaus Willert

Alle zuständigen Ansprechpartner der Landesverbände sowie alle weiteren Informationen unter http://bit.ly/1j93ZbF oder unter www.mybigpoint.de

 

DTB: Rechsstreit mit ATP beendet

Der langjährige Rechtsstreit zwischen dem Deutschen Tennis Bund (DTB) und der Qatar Tennis Federation (QTF) auf der einen Seite sowie der Association of Tennis Professionals (ATP) auf der anderen Seite ist beendet. Im Konflikt um die Erstattung der durch den abgeschlossenen Prozess um die Herabstufung der German Open am Hamburger Rothenbaum entstandenen Anwaltskosten wurde eine außergerichtliche Einigung erzielt. Die ATP hat ihre Millionenklage gegen die beiden erstgenannten Parteien zurückgezogen.

Nach langwierigen und intensiven Verhandlungen äußert sich DTB-Präsident Ulrich Klaus erleichtert über die gefundene Lösung, welche die Fortsetzung des kostenträchtigen Rechtsstreits abwendet. „Ich bin froh, dass es mir zusammen mit meinem Präsidiumskollegen Hans-Wolfgang Kende gelungen ist, sowohl den ATP-Präsidenten Chris Kermode, als auch den QTF-Generalsekretär Youssef Mohammad Al-Obaidly in persönlichen Gesprächen davon zu überzeugen, dass der schwelende Konflikt im Interesse des gesamten Tennissports beendet werden muss.“

Über die Details der mit der QTF und der ATP erzielten Einigung sei Stillschweigen vereinbart worden, so der für die Vergleichsverhandlungen juristisch verantwortliche DTB-Vizepräsident Hans-Wolfgang Kende. DTB-Präsident Klaus dankte den Landesverbänden, die dem DTB nach gemeinsamen Beratungen ihre volle Unterstützung für die nun erreichte tragfähige Lösung zugesichert hätten. Dem Deutschen Tennis Bund hatten durch die Klage der ATP ursprünglich Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe gedroht. „Nun kann der DTB mit seinen Mitgliedern den Blick in die Zukunft richten und die anstehenden vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen unbelastet von diesem kostspieligen Prozess angehen", konstatiert DTB-Vizepräsident Hans-Wolfgang Kende.

 

Carsten Arriens trainiert Jan-Lennard Struff

Jan-Lennard Struff trainiert ab sofort mit Carsten Arriens. Der 25-jährige deutsche Tennisprofi, vor rund zehn Monaten bereits unter den Top 50 der Welt notiert und umjubelter Debütant in der Frankfurter Festhalle bei der deutschen Davis-Cup-Begegnung gegen Frankreich, hatte seinen Aufwärtstrend nicht fortsetzen können. Im Gegenteil. Es folgten eine Reihe von Erstrunden-Niederlagen, und die bittere Folge ist in der Weltrangliste abzulesen: Aktuell belegt Struff dort Platz 111.

„Mit meiner jüngsten Entwicklung war ich natürlich nicht zufrieden“ sagt Struff, „so dass ich einen neuen Weg einschlagen musste.“ Diesen ist der seit fünf Jahren für den TC Blau-Weiss Halle in der 1. Tennis-Bundesliga spielende Profi nun gegangen und hat sein Umfeld neu aufgestellt. Jan-Lennard Struff hat vor einigen Wochen seine langjährige Zusammenarbeit mit der DTB-Diplom-Trainerin Ute Strakerjahn (Lippstadt) und Christoph „Stoffel“ Reichert (Hamm) beendet. „Es war eine erfolgreiche Zeit und ein sehr langer Weg. Ich bin Ute und Stoffel sehr dankbar für alles, was sie für mich getan haben und für alles, was wir zusammen erreicht haben.“

Ab sofort ist Ex-Davis-Cup-Chef Carsten Arriens Trainer von Jan-Lennard Struff und in New York bereitet sich das neue Gespann auf die Qualifikation zu den US Open vor. Arriens ist DTB-ATrainer und seit vier Jahren als Trainer bei Kurhaus Lambertz Aachen für die Bundesliga-Mannschaft zuständig. Zudem hat er unter anderem die Alexander Waske (bestes ATP-Ranking 89) und den 29-jährigen Andreas Beck (bestes ATP-Ranking 33) trainiert. Verantwortlich für die deutsche Davis Cup-Mannschaft war Arriens als Nachfolger von Patrik Kühnen in der Zeit von 2013 bis Februar 2015. „Bei Carsten habe ich ein sehr gutes Gefühl und ich freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit“, sagt Struff. Weiterhin im Team des Warsteiners ist der Lüner Uwe Liedtke, Ex-Weltmeister im Powerlifting, der seit zwei Jahren als Fitnesstrainer und Physiotherapeut fungiert.

Jan-Lennard Struff startet bei den US Open in New York die Zusammenarbeit mit seinem neuen Trainer Carsten Arriens. © GERRY WEBER OPEN_KET/Westfalen-Tennis 

TC Blau-Weiss Halle Deutscher Meister

Der TC Blau-Weiss Halle ist Deutscher Mannschaftsmeister 2015. Um 17.26 Uhr war am 16. August das Rennen um den Titel entschieden. Am letzten Spieltag in der 1. Tennis-Point Bundesliga setzte sich der Titelverteidiger Blau-Weiss Halle mit 5:1 (3:1) bei Blau-Weiss Neuss durch. Da zu gleichen Zeit im Fernduell der zweite Titelaspirant, Kurhaus Lambertz Aachen, gegen den Aufsteiger Kölner Stadion THC Rot-Weiss nicht über einen 4:2 Erfolg hinauskam, konnte das Gerry-Weber-Tam aufgrund eines mehr gewonnenen Matches die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft erneut für sich entscheiden.

Es ist für Blau-Weiss Halle nach 1995, 2006 und 2014 der vierte Titelgewinn. Die Siege gegen die gastgebenden Neusser - sämtliche Partien wurden aufgrund des Regens in der Tennishalle ausgetragen - erspielten im Einzel der Niederländer Robin Haase, Jan-Lennard Struff und Tim Pütz. Die beiden Doppelsiege von Robin Haase/Jan-Lennard Struff sowie Tim Pütz/Lennart Zynga sorgten für den nationalen Triumph. „Das ist eine großartige Leistung der Mannschaft“, so Gerhard Weber (1. Vorsitzender Blau-Weiss Halle) und Halles Teamchef Thorsten Liebich ergänzte: „Auf diese Mannschaft kann man nur stolz sein. Sie hat Teamgeist vorgelebt und deshalb hat sie auch als Team diesen Titel gewonnen.“

Alle Ergebnisse sowie die Abschlusstabelle der 1. Tennis-Bundesliga finden Sie hier.

Stolz präsentieren den Pokal (von links): Lennart Zynga, Tim Pütz, Jan-Lennard Struff, Daniel Gemino-Traver, Robin Haase, Teamchef Thorsten Liebich, Coach Thomas Dappers und Christopher Koderisch. © TC Blau-Weiss Halle

 

 

Deutsche U16-Junioren Europameister

Toller Erfolg für die deutschen U16-Junioren: Im Endspiel um den European Summer Cup setzte sich das Team mit Nicola Kuhn, Marvin Möller und Maximilian Todorov in Le Touquet (Frankreich) mit 2:1 gegen die Mannschaft aus Russland durch und wurden damit Mannschaftseuropameister 2015.

Den Grundstein für den Sieg legte Nicola Kuhn, der sich souverän mit 6:0, 7:5 gegen Mikail Sokolovskiy behauptete. Marvin Möller musste im zweiten Einzel gegen die Nummer zwei der Tennis-Europe-Rangliste, Artem Dubrivnyy, antreten. Der 16-jährige Hamburger unterlag mit 3:6, 2:6. Das Doppel musste also die Entscheidung bringen. Nicola Kuhn und Marvin Möller verloren darin zwar den ersten Satz, kämpften sich aber zurück und triumphierten schließlich mit 3:6, 6:3, 6:2 über Artem Dubrivnyy/Mikhail Sokolovskiy.

Es war der erste Sieg bei diesem U16-Wettbewerb für ein deutsches Team seit 2001. Damit ist die DTB-Vertretung auch für den Junior Davis Cup qualifiziert, der Ende September in Madrid ausgetragen wird.


Nicola Kuhn.                                                                                                                                                                     Copyright: Jörger

 


 

 

 


 

  


 


 


 




 

 

 

 
Letzte Änderung amMittwoch, 24 Mai 2017 18:03

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